Weltreise der JET-Familie

JET = J(onathan), E(lisabeth) und T(obias)

 
25Februar
2013

Zurück in der Heimat: aller Anfang ist schwer

23.02.2013

Der Flug verläuft abgesehen von ein paar Turbulenzen, die jeweils nur von kurzer Dauer sind, völlig ruhig. Jonathan und Elisabeth können jeweils ein paar Stunden am Stück entspannen und finden teilweise sogar etwas Schlaf. In London haben wir das Glück, dass wir im gleichen Terminal nach Zürich starten, wie wir von Rio de Janeiro her kommend gelandet sind. Die Aufenthaltszeit beträgt rund 2 Stunden, die wir mit Warten und Shoppen im Transitbereich verbringen. Elisabeth kauft sich für rund 4 Pfund 2 Abdeckstifte und Jonathan beschliesst, sich für den selben Betrag noch was zum Essen zu kaufen. So kann keiner dem anderen einen Vorwurf machen, er habe zuviel Geld ausgegeben, denn das Geld haben wir noch von unserem letzten Londonausflug vor 2 Jahren als Restposten mit auf unsere Weltreise genommen. Schlussendlich bleibt nur noch soviel Geld übrig, dass wir uns eine Wasserflasche kaufen können, denn der Rest haben wir bereits ausgegeben. Der Flug nach Zürich können wir sogar als erste Antreten, denn auch hier bekommen wir die Möglichkeit, dank Tobias noch vor dem ordentlichen Bording das Flugzeug zu betreten. Dieser Flug nach Zürich dauert nur gerade mal 1h und 40 Minuten. Doch wir haben das Gefühl er dauert viel länger, denn wir werden langsam nervös, da es der letzte Flug unserer Weltreise ist und wir wieder zurück in die Heimat fliegen. Wir wissen zwar, dass einige Familienangehörige am Flughafen auf uns warten, doch er genau dort sein wird wissen wir nicht. Um unsere Ankunft für die Verwandten und Bekannten besonders zu gestalten, haben wir in Rio de Janeiro für uns alle ein Brasilien T-Shirt gekauft. Jeder von uns hat eine andere Farbe. Jonathan trägt gelbes, Elisabeth grünes und Tobias blaues T-Shirt. Als besondere Überraschung tragen Jonathan und Elisabeth auch noch einen typischen Strandhut. Da Tobias kein Hut tragen will, bekommt er eine coole Frisur, bei der ihm die haare aufgestellt werden. Somit fallen wir auf und die anderen werden uns sicherlich sofort erkennen. Noch während wir auf das Gepäck warten müssen, ziehen wir uns um und stylen uns für die Ankunft. Glücklicherweise kommen all unsere Gepäckstücke an und wir müssen nicht lange auf sie warten. Nun steht der grosse Augenblick bevor. Wir nehmen die grünen Zollausgang und gelangen in die Ankunftshalle. Plötzlich ertönen Kuhglocken und es wird laut gejubelt. Es erwarten uns sicherlich gegen die 20 Personen und die einen halten sogar ein grosses Leintuch mit einer Aufschrift in die Höhe.

die JET-Familie bei ihrer Rückkehr am Flughafen Zürich

Wir sind gerührt und freuen uns,  dass so viele bei unserer Rückkehr den Weg zum Flughafen gefunden haben. Wir umarmen uns, machen Photos und erzählen bereits die ersten Geschichten. Diejenigen, die noch länger bleiben können, kommen mit uns mit und wir setzen uns im Food-Bereich an einen grossen Tisch und erzählen weiter. Wir geniessen es, nach über 180 Tagen endlich wieder mal Rivella zu trinken und Kagi-Fret zu essen. Jonathan bekommt nach über 2 Monaten endlich wieder eine SIM-Karte von der Swisscom und setzt sie auch gleich in sein Natel ein. Doch was ist das, es gibt keinen Empfang. Auch nach mehrmaligem Aus- und wieder Einschalten kann er noch immer nicht telefonieren, obwohl das Swisscom-Netz vorhanden ist. Nun haben wir schon das erste Problem, das wir lösen müssen. Noch nicht mehr heute, sondern erst morgen. Da wir die erste Nach noch im Möwenpick Hotel verbringen, verabschieden wir uns von den anderen und fahren mit dem Hotelbus zum Hotel. Glücklicherweise müssen wir nicht  lange warten, bis der Bus losfährt, denn die Temperaturen betragen momentan bei leichtem Schneefall -3 Grad. So erleben wir einen richtigen Temperatur- und Klimaschock. Vor wenigen Stunden noch über 30 Grad und strahlender Sonnenschein und nun Minustemperaturen und Schnee. Doch wir freuen uns auf den Winter, denn wir sind ja die letzten 6 Monate dem Sommer hinterher gereist. Wir müssen uns jedoch zuerst noch an die kalten Witterungsumstände gewöhnen, denn die Gefahr, dass wir uns erkälten oder eine Grippe bekommen ist nicht zu unterschätzen. Im Hotel angekommen beziehen wir unser Zimmer und Elisabeth nimmt mit Tobias gleich ein warmes Bad. Vor dem schlafen ruft Jonathan noch die Swisscom-Hotline an, damit die neue SIM-Karte aktiviert werden kann. Nach ein paar Minuten und einem Neustart des Handys hat Jonathan nun wieder Empfang und ist nun über seine Nummer wieder erreichbar. Wir versuchen kurz nach 23:00 Uhr zu schlafen und hoffen, dass wir den Jetlag von 4 Stunden möglichst rasch hinter uns bringen können und morgen rechtzeitig aus den Federn kommen.

24.02.2013

Wir konnten alle gut Schlafen, auch wenn wir nicht gerade schnell eingeschlafen sind. Wir freuen uns endlich wieder auf ein richtig typisches Schweizer Frühstücksbuffet. Wir essen Birchermüesli, Buttergipfeli, Zopf und viele weitere leckere Sachen. Nach dem Check-out geht’s mit dem Hotelbus wieder  zurück zum Flughafen wir kurz vor Halb Zwölf Uhr eintreffen. Wir haben noch knapp 20 Minuten, bis unser Zug fährt. Elisabeth springt mit Tobias in die Migros und kauft noch ein Fondue und Brot. Jonathan fährt mit allem Gepäck zum Biletteautomaten und löst die Fahrkarten nach Hause. Wir sind froh, als wir im Zug sitzen und Tobias freut sich, als er im Abteil sitzt und aus dem Fenster die verschneite Landschaft an sich vorüberziehen sieht. Mit dem Postauto geht’s vom Bahnhof noch fast bis zur Haustüre. Die letzten 100 Meter laufen wir zu unserer Wohnung und als wir vor der Türe stehen, sind wir alle ein wenig angespannt. Was wird uns wohl hinter der Türe erwarten? Auf jeden Fall hat schon jemand an unsere Rückkehr gedacht, denn vor der Türe steht ein Geschenkkorb mit frischen Lebensmitteln und feinen Schweizer Spezialitäten.

Jemand hat an unsere Rückkehr gedacht.

Von wem wir den wohl bekommen haben? Wir drehen den Schlüssel, öffnen die Türe und betreten nach über 180 Tagen wieder unser Zuhause. Die Vormieterin hat unsere Wohnung sauber hinterlassen und es sieht alles ordentlich aus. Wir stellen unser Gepäck ab und machen mit Tobias einen Rundgang durch die Wohnung. In seinem Kinderzimmer erkennt er gleich seinen Kinderwagen wieder, ruft „Ah daaaa“ und strahlt über das ganze Gesicht. Wir suchen aus den Koffern und Schachteln unsere Sachen wieder hervor und räumen die Schränke ein. Wir müssen immer wieder überlegen, wo wir dies und das verstaut haben. Immer wieder kommt es vor, dass wir eine Schachtel öffnen und leider nicht das Gewünschte finden, sondern etwas ganz anderes, an das wir gar nicht mehr gedacht hatten. Sobald wir das Bett angezogen und die Duschtücher hergerichtet haben, machen wir uns auf, uns bei den Nachbarn wieder zu melden. Alle freuen sich, dass wir wieder gut zurückgekommen sind und wollen natürlich erfahren, wie es denn nun so war auf einer  so langen Weltreise.  Wir könnten stundenlang erzählen, doch wir halten uns kurz, denn wir wollen noch bei diesen winterlichen Verhältnissen einen Spaziergang in der Umgebung machen.

Ein Willkommensgeschenk von unseren NachbarnDick eingepackt gehts nach Draussen zum Spazieren

 Wir geniessen die kalte frische Luft und freuen uns, dass wir nach so langer Zeit, wo wir (fast) immer sommerliche Verhältnisse hatten, nun wieder den Winter und den Schnee erleben dürfen. Zum Znacht machen wir uns nun ein feines Fondue und geniessen unsere eigenen 4 Wände. Wir fallen müde aber zufrieden in unser eigenes Bett und freuen uns, wieder Zuhause angekommen zu sein.

Wir genissen es wieder in der Schweiz zu sein. Dazu gehört auch ein Fondue

23Februar
2013

Rio de Janeiro, ein würdiger Abschluss unserer Weltreise

19.02.2013

Wir haben es nicht lange ohne Kühlung ausgehalten und so haben wir sie wieder eingeschaltet und dafür die Ohropax genommen. So ging es dann. Das Morgenessen hat uns diesmal echt überrascht und wir schlagen uns mit feinen Sachen den Bauch voll. Nachdem wir die Strandsachen gepackt haben und uns eingecremt haben, geht’s an die weltbekannte Capacabana. Wir sind nur 1 Block davon entfernt und so sind wir nach 50 Metern Fussmarsch und einer Strassenüberquerung am Ziel. Wir setzten die Füsse in den Sand und suchen uns ein lauschiges Plätzchen am breiten Beach. Für die Strandtücher haben wir vom Hotel kostenlos ausgeliehen, doch der Sonnenschirm, der direkt am Strand vermietet wird, kostet 5 Real extra. Auf unserer Strandmatte, die wir seit Thailand mit uns mitnehmen, können wir all unsere Sachen (keine Wertsachen ausser 25 Real) deponieren. Der Atlantik lädt nicht gerade zum Baden ein, denn er ist mit kanpp 20 Grad relativ kühl und die Wellen errechen bis zu 1 Meter Höhe. Die Brandung ist stark und so erstaunt es auch nicht, dass es viel mehr Menschen am Strand, als im Wasser hat. Elisabeth ist die mutigere von uns beiden und steigt zuerst ins Wasser, während sie von den beiden Männern der Familie am Strand beobachtet wird. Auf einmal kommt eine grosse Welle, gerade als Elisabeth aus dem Wasser steigen will, und wirft sie ums, so dass sie den Boden unter den Füssen verliert und untertaucht. Die Wucht der Wellen drückt sie so stark auf den Boden, dass ihre rechter Oberschenkel ganz rot wird. Zu allem Pech kommt noch dazu, dass das Wasser ihren Sonnenhut vom Kopf spült. Geistesgegenwärtig kommt Jonathan die Situation in Khao Lak (Thailand) in den Sinn, wo er mit Tobias was Ähnliches erlebt hat. Er packt Tobias unten den Arm und springt sofort zu Elisabeth. Jedoch nicht um ihr zu helfen, sondern um den Sonnenhut zu retten. Er kann ihn, als das Wasser zurückläuft gerade noch mit dem Fuss stoppen. Was für ein Glück. Elisabeth hat eine kostenlose Nasen-Rachen-Spühlung mit Salzwasser bekommen, doch ansonsten ist die unversehrt. Da Jonathan nun weiss, was passieren kann, ist er beim Baden nun sehr vorsichtig, dass ihm nicht das Gleiche passiert. Wir geniessen die Aussicht am Strand und amüsieren uns über die vielen Strandverkäufer. Es wir einfach alles angeboten: Von Lebensmitteln (Wasser, Glacé, Sandwichs, Empanadas, etc.), über Textilien (Badebekleidung, Strandtücher, T-shirts, etc.) bis hin zu Schmuck und Spielwaren. Nach 2 Stunden am Strand, die wir mit Baden und Sandlöcher buddeln verbracht haben, kehren wir zurück ins Hotelzimmer. Eine ausgiebige Dusche entfernt auch noch das letzte Sandkorn, das wir vom Strand mitgenommen haben. Gleich über die Strasse kaufen wir bei einer Sandwicheria unseren Luch, nehmen ihn mit und essen ihn auf der Dachterrasse des Hotels. Leider sehen die Speisen besser aus, als sie dann schmecken. Nach einem kleinen Nickerchen geht’s um 14:00 Uhr mit unserer Halbtagestour los. Wir besichtigen als erstes den berühmten Zuckerhut, auf dem schon mit James Bond ein Film gedreht wurde.

hier ist das Wetter noch schön, doch...ein paar Minuten später auf dem Gifpel :-(ein Photo als ErinnerungTobias entdeckt die Welt

Unglücklicherweise, kaum sind wir auf dem Gipfel angekommen, ziehen Wolken auf, die uns die ganze Sicht rauben. So kann es einem ergehen, wenn man zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Nachdem auch 20 Minuten später immer noch keine schöne Aussicht herrscht, fahren wir mit der Luftseilbahn zur Mittelstation und geniessen dort die Aussicht. Es hätte nicht anders sein sollen, kaum waren wir unten, verschwanden auch die Wolken vom Gipfel wieder. Was für ein ungerechtes Schicksal. Wir freuen uns trotzdem über die tolle Aussicht und machen einige Photos. Wieder auf Meereshöhe angelangt, geht die Fahrt weiter zur grossen Kathedrale von Rio. Es ist eine ganz moderner Bau, der äusserlich kaum an eine Kirche erinnert. Im Inneren der Kirche sind den vier Himmelsrichtungen entsprechend 4 grosse farbige Glasfenster angeordnet.

die moderne Kathedrale von Rio de Janeirodie farbigen Glasfenster im Innern

Nun geht’s auch schon wieder zurück zum Hotel, wo wir ausgeladen werden. Wir buchen für die nächsten Tage gleich noch weitere Ausflüge, denn so können wir die Stadt am besten besichtigen, denn hier in Rio de Janeiro gibt es keinen Hop-on Hop-off Bus, wie in vielen anderen Städten der Welt. Für das Nachtessen geht’s wieder an die Copacabana, wo wir draussen auf der Terrasse essen. Als Vorspeise gibt’s Hühnchen im Top nach Brasilianischer Art und als Hauptgang hat Elisabeth Fisch und Jonathan wieder ebenfalls Hühnchen bestellt. Die Portionen sind so gross, dass sie auf extra Platten an den Tisch gebracht werden und wir mehrmals nachschöpfen können. Unser Hunger ist nicht so gross, dass wir alles aufessen können, denn dafür war es einfach zuviel. Im Hotel klebt Jonathan den Lüftungsdeckel der Klimaanlage mit Tape fest, damit dieser nicht mehr so stark vibriert, wie letzte Nacht. So sollten nun alle ruhig schlafen können.

20.02.2013

Die Nacht war durch die leisere Klimaanlage wirklich angenehmer, doch kühler war es überhaupt nicht und haben wir einmal mehr eine heisse Nacht verbracht. Heute müssen wir früh aufstehen, denn um 08:45 Uhr müssen wir in der Lobby bereits ein für den nächsten Ausflug. Wir werden wieder mit einem kleinen Bus durch die Stadt gefahren. Diesmal geht’s durch ein anderes Stadtviertel. Wir fahren bergauf und immer höher und höher. Auf einer kleinen Anhöhe gibt einen kurzen Photostop, von wo aus wir einen guten Blick auf die Armenviertel der Stadt haben.

Armenviertel von Rio

 Diese kleben richtig gehend an den Berghängen und es ist unvorstellbar für uns, wie man so wohnen kann. Die Fahrt geht weiter bergauf, bis wir zu einem Parkplatz kommen, wo wir umsteigen müssen. Wir kommen nun in Stadteigenen Nationalpark mit dem Namen „Tijuca“. Die höchste Erhebung in diesem Park ist der Corcovado-Berg.

Rio liegt uns zu Füssendie bekannt Christus-Statue

Zuoberst auf dem Gipfel steht die weltberühmte Christusstatue. Auf einem 8 Meter hohen Sockel steht die 30 Meter hoch Statue. Vor ein paar Jahren wurde es als eines der 7 neuen Weltwunder im Internet gekürt. Wir haben einen wunderbaren Ausblick (360 Grad) über die ganze Stadt, denn dieser Punkt ist der höchste Punkt (710m.ü.M.) in der ganzen Umgebung von Rio de Janeiro. Wir verbringen nur gerade 30 Minuten dort oben, denn bald geht es wieder weiter. Es folgt eine Stadtrundfahrt, bei der wir verschieden wichtige Gebäude der Stadt besichtigen. Unter anderem fahren wir am Maranaca-Stadium (wird für die Fussball WM 2014 und die Olympischen Sommerspiele 2016 renoviert) und am Sambadromo (hier finden die weltbekannten Karnevalumzüge der Sambaschulen statt) vorbei. Da wir die Tour bei der gleichen Firma gebucht haben, wie wir gestern unterwegs waren, fahren wir auch nochmals bei der Kathedrale vorbei. Wir wollen hier nicht mehr aussteigen, denn es ist draussen schon über 36 Grad warm und im Bus ist es klimatisiert, obwohl die Kühlung bei diesen Temperaturen an den Anschlag kommt. Wir werden kurz nach  dem Mittag beim Hotel wieder abgeladen und wir machen uns gleich auf, in einem nahegelegen Restaurant etwas zu essen. Danach geht’s in Zimmer, wo wir uns ausruhen. Jonathan bleibt noch eine Stunde länger liegen, während Elisabeth mit Tobias im Park spielt. Danach geht’s aus Hoteldach wo wir uns alle im Pool abkühlen. Doch wirklich kalt ist das Wasser nicht, denn es hat sicher gute 30 Grad.  Das Abendessen geniessen wir in einem typisch brasilianischen Barbeque-Restaurant. Es gibt ein Vorspeisen- und Beilagenbuffet und das Fleisch wird an Spiessen direkt an den Tisch gebracht. Alles in allem sind es sicherlich 15-20 verschiedene Fleischspiesse, die in abwechselnder Reihenfolge serviert werden. Uns ist dies noch in guter Erinnerung, als wir auf unserer Hochzeitsreise in Barbados ebenfalls an einem Abend auf diese Art und Weise gegessen haben.  Wir können mehr als genug essen und als wir die Rechnung bestellen wollen, bekommen wir als Dessert noch eine Glacékugel. Wir machen nun noch einen Verdauungsspaziergang am Copacabanastrand entlang, bevor wir uns alle gegenseitig „gute Nacht“ sagen.

21.02.2013

Heute geths zum letzten Mal an den Strand. Wir nehmen vom Hotel wieder 3 Strandtücher mit und beim Abholen fragen sie uns, ob wir auch noch Sonnenschirme benötigen. Wir nehmen das Angebot dankend an und nehmen gleich 2 Stück mit, damit wir auf unserer Strandmatte genügend Schatten haben. Das letzte Mal haben wir am Strand noch 10 Real für einen Schirm bezahlt. Dies können wir uns nun sparen. Lieder windet es relativ stark, vor allem die Böen sind unangenehm, denn die Sonnenschirme sind nicht sehr stabil und wehen uns fast immer davon. Es ist kaum möglich, die Schirme gut im Sand zu verankern.  Da man die Wertsachen nie unbeaufsichtigt am Strand liegenlassen darf, wechseln wir uns mit Aufpassen ab. Jemand von uns ist immer auf der Matte und schaut zu unseren Sachen. Zudem können wir so auch gleich noch die Sonnenschirme halten, wenn wieder eine Böe kommt.

Gut geschütz vor der Sonnean der weltbekannten Copacabana am Baden

Die Brandung ist auch diesmal stark und die Wellen teilweise bis zu 1.5 Meter hoch. Jonathan geniesst es in die Wellen zu springen und hat grosse Freude, darin zu baden. Bei Elisabeth ist die Freude nicht so gross, denn sie kann nicht so gut stehen und damit ist es auch mühsamer, in der der Brandung über Wasser zu bleiben. Nach 3 Stunden wir es uns dann doch zu heiss und wir wechseln wieder zurück ins kühlere Währenddessen besorgt uns Elisabeth was zu essen (es gibt frische Wrap) vom Restaurant um die Ecke. Danach ruhen auch wir uns aus, denn am Abend kommen wir erst spät ins Bett. Am späteren Nachmittag telefonieren wir noch das letzte Mal aus der Ferne mit unseren Familienangehörigen in der Heimat. Wir machen uns nun bereit für den letzten Abend. Wir werden um 19:30 Uhr abgeholt und dann geht’s los zum Showtheater. Wir haben das Programm inkl. Nachtessen gewählt und so geht’s zuerst ins Restaurant, wo wir wieder ein typisches brasilianisches Essen serviert bekommen. Auch diesmal besteht das Essen aus verschiedenen Fleischstücken und ein paar Beilagen. Wir kommen gerade noch rechtzeitig in den Vorführungssaal, bevor die grossen Gruppen eintreffen. So können wir uns einen guten Platz im oberen Stock, in der ersten Reihe sichern. Die Shop startet um 22.00 Uhr und dauert rund 2 Stunden. Während der Vorführung gibt’s verschienen Darbietungen von Shopgruppen und Sambatänzer(innen).

Farbige DarbietungSüsse Früchte :-)Brasilie, wie es Samba tanzt

Es ist ein schöner gelungener Abend, mit dem wir unsere Weltreise abschliessen. Auf der Rückfahrt zum Hotel hat der Fahrer Mühe einer der Hotels zu finden und so suchen wir 20 Minuten, bis die ersten Gäste austeigen können. Wir sind zum Glück als 2. an der Reihe und so sind wir bald wieder zurück im Hotel. Es ist erstaunlich, auch kurz vor 01:00 Uhr ist es immer noch 30 Grad warm und es hat viele Leute auf der Strasse und in den Bars. Bevor wir uns dann endlich ins Bett legen können, starten wir noch den Computer auf und machen noch das Webcheck-In für den Rückflug in die Schweiz.

22.02.2013

Nach einer viel zu kurzen Nacht ist Tobias schon um 07:00 Uhr schon wieder quickfidel und uns bleibt nichts anderes übrig als auch aufzustehen. So früh sind wir noch nie am Frühstücksraum aufgetaucht. Nun heisst es das letzte Mal noch alles ausräumen und neu packen. Wir haben zwar schon viel Übung darin, doch es ist diesmal doch etwas speziell, zu wissen, dass wir die Sachen das nächste mal zu Hause in der Schweiz auspacken werden.

Unser Sachen müssen alles irgendwie eingepackt werden

Wir fragen an der Rezeption noch, ob es möglich ist, das Zimmer noch länger als bis um 12:00 Uhr zu haben. Leider können wir nicht im Zimmer bleiben, doch sie bieten uns ein anderes Zimmer kostenlos bis 15:00 Uhr an. dieses Angebot nehmen wir dankend an und nach dem Packen zügeln wir alles Gepäck in das neue Zimmer. Nun wir das „Do not disturb“-Kärtchen vor die Türe gehängt und der Wecker auf die 14:00 Uhr gestellt. Wir können nun alle nochmals schlafen und sind froh, dass wir diese Möglichkeit haben. Wir hätten nicht gedacht, dass wir nochmals knapp 4 Stunden schlafen, doch der Wecker hat uns aus dem Schlaf geholt. Elisabeth hat in Iguazú als Witz gesagt, dass sie noch 1 Mal in ein Fastfoodrestaurant mit kommt. Leider haben wir in Rio de Janeiro all allen Ausflügen und Stadtrundfahrten keinen Mc Donalds oder ähnliches gesehen. Erst gestern Abend bei der Rückfahrt zum Hotel haben wir 3 Blocks vom Hotel einen entdeckt. Jetzt ist nun einen gute Gelegenheit für Jonathan, Elisabeth beim Wort zu nehmen und als letztes Mittagessen in Rio, dort hin zu gehen. Auch mitten am Nachmittag ist der McDonalds gut gefüllt. Wir haben Mühe das richtige zu bestellen, denn der nette junge Herr an der Kasse kann überhaupt kein Englisch und so müssen wir uns mit Händen und Füssen weiterhelfen, bis wir das bekommen, was wir wollen. Nach dieser Stärkung geht’s zurück ins Hotel, wo wir uns auf der Dachterrasse am Pool noch die letzten paar Stunden entspannen. Um 18:00 Uhr (5 Stunden vor Abflug!) holt uns das Taxi vom Hotel ab. Wir haben einen Transferservice zu einem Fixpreis gebucht. Uns wurde dies empfohlen, da am Freitag Abend sehr viel Verkehr in der Stadt herrscht und man deshalb mit mehr als den üblichen 40 Minuten rechnen muss. Und es sollte sich bewahrheiten. Wir stehen sehr viel im Stau und kommen teilweise nur im Schrittempo voran. So benötigen wir rund 90 Minuten, bis wir endlich am Flughafen ankommen. Auf Grund der genügend grossen Zeitreserve sind wir auch im Stau völlig entspannt. Das Check-In läuft sehr schnell ab, da wir ja schon unsere Bordingpässe haben und so nur noch am Schalter unser Gepäck abgeben müssen. Es stehen dort glücklicherweise keine Leute an, so dass wir in ein paar Minuten alles erledigt haben. Nun geht’s  noch in den obersten Stock, wo die ganzen Restaurants sind, zum Nachtessen. Wir bestellen 2 Portionen Pasta mit Sauce, denn dies ist leichte Kost und liegt nicht schwer im Magen, wenn wir im Flieger versuchen zu schlafen.

wir warten auf den Rückflug nach Europa

Wir gelangen durch ein Pre-Boarding für Familien mit Kinder als eine der ersten an Bord. Wir richten uns ein und stellen uns auf einen langen Flug ein. Er dauert über 11 Stunden, doch durch eine 3er-Reihe in der Mitte haben wir die Möglichkeit, jederzeit aufzustehen, ohne den anderen zu stören. Das Flugzeug hebt nur mit ein paar Minuten Verspätung in Richtung London ab.

19Februar
2013

Iguazú, eine Ansammlung von Wasserfällen, die uns nur noch staunen lässt

16.02.2013

Diese Nacht haben wir alle bedeutend besser geschlafen als die vorherige. Beim Morgenessen treffen wir, man mag es kaum glauben, das deutsche Ehepaar wieder, das mit uns auf dem Schiff war und gemeinsam mit uns nach Buenos Aires geflogen ist. Wir setzen uns zu ihnen hin und essen gemeinsam. Da wir erst um 12:00 Uhr auschecken müssen, haben wir keinen Stress und plaudern mit ihnen noch lange, obwohl sie das Buffet schon lange abgeräumt haben. Wir geben ihnen noch ein paar Tips, wo man ein gutes Eis kaufen kann, oder wo man ein gutes und bezahlbares Steak bekommt. Wir verabschieden uns nun endgültig von ihnen, denn wir fliegen heute Nachmittag nach Iguazu und sie fliegen am Abend via Madrid nach Düsseldorf. Wir packen unsere Sachen und bestellen in der Lobby ein Taxi, das uns zum Flughafen bringt. Nach dem Check-In geht’s in den Food-Corner, wo wir uns was zu essen kaufen. Elisabeth muss viel zu lange warten, bis ihre Ravioli endlich kommen. Nach dreimal nachfragen kommt dann ihr essen endlich, nachdem sie es vor über 25 Minuten bestellt hat. In einem normalen Restaurant ist dies normal, doch nicht am Flughafen, in einem Fastfoodbereich. Jonathan hat mehr Glück und bekommt schon 10 Minuten später sein Essen. Einmal mehr steigen wir in ein Flugzeug ein und verbringen die nächsten 1 1/2 Stunden in der Luft. Wir kommen in Puerto Iguazú (Argentinische Seite) an und beim Ausgang wartet ein Stand mit den Taxifahrern. Der Preis kann nicht verhandelt werden und es gibt auch keine Taxameter, sondern es gelten Fixpreise. Für die 25km (ca. 30 Minuten) bis ins Dorf werden happige 120 Pesos (ca. 24 CHF) fällig. Für die gleiche Dauer haben wir gestern und heute in Buenos Aires nur gerade 14 CHF bezahlt. Man merkt sofort, dass wir hier in einer Touristenhochburg sind, wo die Preise einfach viel höher liegen, da man den Touristen das Geld einfach aus der Tasche ziehen kann, da es kaum Alternativen und keine Konkurrenz gibt. Wir beziehen unser Hotelzimmer und sind von der Grösse her angenehm überrascht. Auf der Internetseite haben die Zimmer bedeutend kleiner ausgesehen. Vielleicht haben wir auch einfach ein besseres Zimmer gekriegt, denn es wurde schon im Voraus bezahlt. Wir warten bis es aufgehört hat zu regnen, denn als wir vom Flughafen zum Hotel gefahren sind, ist ein tropisches Gewitter los gegangen und es hat intensiv begonnen zu regnen. Sobald es einigermassen trocken ist machen wir uns auf den Weg zum Geldautomaten, denn wir uns an der Rezeption mitgeteilt wurde, wird ausser in den Hotels nur Bargeld in Pesos akzeptiert. Somit reichen unsere umgerechnet 200 CHF nicht mehr sehr weit und wir benötigen noch etwas Nachschub. Als wir wieder mal auf die Uhr schauen, bemerken wir, dass wir genau in einer Woche zur selben Zeit wieder in der Schweiz sind und hoffentlich gut in Zürich gelandet sind. Elisabeth kann sich vor lauter Freude einen kleinen Freudenschrei nicht verkneifen. Wir schlendern durchs Dorf und schauen uns nach einem geeigneten Lokal fürs Nachtessen um. Bei einem werden wir fündig, das den Namen „Wok + Grill“ trägt. Es gibt asiatische Wok-Gerichte und Speisen vom Grill. Elisabeth entscheidet sich für ein reines Wok-Gericht und Jonathan wählt den Restaurantnamen und bestellt ein Steak mit Wok-Gemüse. Eine spannende Geschmackskombination, doch eine die lecker schmeckt. Auf dem Rückweg geht’s noch in einen Minimarcado, wo wir uns 3 Bananen, 4 Äpfel und 1.5lt Wasser kaufen. Dafür müssen wir dann rund 6 CHF bezahlten. Ein stattlicher Preis. Die Einheimischen würden dafür sicherlich nur die Hälfte bezahlen, wenn nicht noch weniger. Doch ohne Spanisch-Kenntnisse und ohne die lokalen Preise zu kennen, bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Preise zu bezahlen. Zurück im Hotel geht Elisabeth mit Tobias schon mal auf Zimmer und Jonathan schaut in der Lobby im Internet noch was nach, denn im Zimmer gibt es leider kein WIFI.

17.02.2013

Heute erwartet uns ein weiters Highlight unserer Weltreise, doch das Morgenessen vom Hotel zählt definitiv nicht dazu. Wir essen eher weniger als mehr, doch genügend um satt zu werden. Da Tobias heute schon um halb Sieben am Morgen wach wird und nicht mehr schlafen will, stehen wir früher auf als geplant und machen uns bereit für den Tag. Als erstes packen wir all die Sachen, die wir benötigen, um bei den Wässerfällen gut ausgerüstet zu sein. Dazu zählen nicht nur Ersatzkleider, sondern auch eine Schutzhülle für die Kamera. Im Bad wird Jonathan fündig und packt eine Plastikduschhaube ein, die er dann  bei Bedarf um die Kamera stülpen kann.

Sexy Kamera

So ausgerüstet machen wir uns den Weg zum Busterminal. Wir müssen nur über die  Strasse und schon sind wir dort. Wir lösen gleich auch schon die Rückfahrt, denn die Wasserfälle liegen rund 20km ausserhalb des Dorfes. Keine 5 Minuten später fährt der Bus auch schon los. Beim Parkeingang müssen wir noch eine Parkgebühr oder auch Eintritt genannt bezahlen, wobei die Touristen gegenüber den Einheimischen einen Aufschlag von 45% bezahlen!! Erst mal im Park angekommen (kurz vor 11:00 Uhr haben wir es dann endlich geschafft), geht’s mit deiner Ultraschmalspurbahn in Richtung Teufelsrachen.

Die Bahn führt uns zum TeufelsrachenDies ist nun der TeufelsrachenHier gehts weiter mit den Wässerfällen

So heisst ein Teil der Wasserfälle, wo das meiste Wasser in einem grossen Bogen in die Tiefe stürzt, so dass man in der Mitte nur noch eine grosse Gischtsäule emporsteigen sieht. Es ist einfach gigantisch, wieviel Wasser hier jede Sekunde in die Tiefe fällt.  Die Lufttemperatur ist über 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit beträgt teilweise 100%, so fühlten wir uns wie in einem Dampfbad, jedoch nicht mit Badehose, sondern mit Kleidern und einem Kind auf dem Rücken. Wir fahren mit der Bahn wieder zurück zur Mittelstation, wo wir uns je 3 Empanadas zum Mittagessen kaufen. Eine einfache aber leckere Mahlzeit. Wir müssen jedoch aufpassen, dass uns die Nasenbären nicht das Essen vom Tisch wegstehlen. Diese wilden Tiere sind frech und obwohl überall Hinweisschilder vorhanden sind, dass man diese Tiere nicht füttern darf, gibt es leider viele Touristen, die es ja sooooo herzig finden, die Tiere zu füttern. Einfach unglaublich, wie naiv gewisse Menschen sind. Wir haben uns darüber mehr als nur geärgert, vor allem wenn es die Eltern noch für die Kinder machen. Ein mehr als fragwürdiges Verhalten der Eltern aus Vorbildsfunktion. Aber eben, wir haben es unterlassen die Tiere zu füttern und auch die Essensreste haben wir nicht einfach auf dem Tisch stehengelassen, sondern sie in den dafür vorgesehenen Abfalleimern entsorgt. Nun geht’s gestärkt weiter, damit wir den Upper-Circle und den Lower-Circle machen können. Beim erstgenannten Rundgang kommen wir ganz nach an die Kante der Wasserfälle, wo wir gut in die Tiefe sehen können und beim letzteren haben wir sogar die Möglichkeit, in der Gischt eines breiten und grossen Wasserfalls zu stehen und uns abkühlen zu lassen.

Die Fälle vom Upper-Circledie JET-Familie am posenwir können ganz nach an die FälleDer Blick vom Lower-Circle auf die FälleNoch näher gehts nicht mehr

Wir sind langsam am Ende unsere Kräfte, denn dieses Waschmaschinenwetter macht uns völlig fix und fertig. Wir laufen zurück zum Parkeingang, wir überglücklich in den klimatisierten Bus einsteigen, der uns wieder zurück nach Puerto Iguazú bringt. Sobald wir die Zimmertüre geöffnet haben, entledigen wir uns unserer Kleider und stehen unter die Dusche. Nach dieser Erfrischung und der anschliessenden Ruhephase, spielen wir mit Tobias im Zimmer und in der Lobby. Plötzlich gehen alle Lichter aus und es wird ganz still, denn es gibt einen Stromausfall. Nach ein paar Sekunden ist das Licht und auch die Musik wieder da. Wir denken uns nichts dabei und machen uns nun auf, zum Nachtessen zu gehen. Wir haben uns wieder für das gleiche Restaurant wie gestern entschieden, denn diesmal will Elisabeth das gute Stück Fleisch auch probieren. Erst als wir die Strassen entlang laufen, bemerken wir, dass viele Ladenbesitzer vor dem Laden sitzen und warten. Scheinbar hat das ganze Quartier oder sogar das ganze Dorf keinen Strom. Uns wird langsam bewusst, dass es nur echt schwierig wird, ein Restaurant zu finden, das warmes Essen kochen kann. Unser Hotel hat scheinbar eine Notstromversorgung, denn sonst wäre nicht nach so kurzer Zeit schon wieder alles in Ordnung gewesen. Als wir zum ausgesuchten Restaurant kommen, stehen wir leider vor verschlossenen Türen, dies hat nichts mit dem Stromausfall zu tun, sondern eher mit dem Wochentag, denn heute ist Sonntag und da haben viele Restaurants und Läden geschlossen. Wir machen uns nun auf den Rückweg und wollen im Hoteleigenen Restaurant was essen, denn dort gibt es ja Strom. Auf dem Weg dorthin laufen wir an einem Lokal vorbei, wo einige Leute am Essen sind. Scheinbar müssen die hier auch über Strom verfügen. Wir entschieden uns also nochmals um und betreten das Lokal. Wir sind in einem netten Restaurant gelandet, das nicht ganz billig ist, doch dafür sieht das Essen am Nachbarstisch sehr lecker aus. Da es unser letzter Abend in Argentinien ist, bestellen sowohl Jonathan, wie auch Elisabeth ein feines Stück Fleisch mit Beilage. Bei Elisabeth gibt’s Gemüserisotto und bei Jonathan Kartoffelstock mit Mandeln. Auf dem Teller, der nun vor uns liegt, wirkt das Fleischstück riesig (ca. 350gr.) und  die Beilagen eher mickrig. Doch schliesslich haben wir ja vor allem Fleisch und nicht Beilagen bestellt. So sind wir glücklich mit dem, was auf dem Teller ist und verspeisen es genüsslich. Auch Tobias geniesst es sichtlich, wieder Fleisch essen zu können. Wenn das so weiter geht, wird aus ihm noch ein richtiger Feinschmecker. Am Abend im Hotelzimmer schreiben wir unsere Erlebnisse noch ins Tagebuch, bevor wir dann ins Bett gehen.

18.02.2013

Heute Morgen werden wir um 08:00 Uhr vom Wecker geweckt und dann heisst es nachdem Morgenessen auch schon wieder packen. Wir müssen das Zimmer schon um  10:00 Uhr abgeben und so stellen wir unser Gepäck ein und sitzen an den Pool. Tobias freut sich, dass er mit anderen Kindern um Pool spielen kann und wir müssen gut aufpassen, dass er uns nicht noch in den Pool fällt. Wir haben eine breite Sonnenliege (ca. 2 Meter), die wir mit unseren 3 Tüchern gut ausfüllen. So ist genügend Platz da um zu relaxen und als ganze Familie nebeneinander zu entspannen. Als Mittagessen gibt’s zwei Sandwichs von der Poolbar und ein Süssgetränk aus der Dose. Bald ist es Zeit und wir müssen von Argentinien Abschied nehmen. Wir bestellen uns ein Taxi, das uns von der artentinischen Seite auf die brasilianische Seite an den Flughafen bringen soll. Wir warten 20 Minuten bis es endlich kommt. Normalerweise dauert es nicht so lange, doch  kurz nachdem wir das Taxi bestellt hatten, öffnen sich die Himmelsschleusen und es beginnt gewaltig stark zu regnen. So stark, dass kurzfristig der Verkehr sogar zu erliegen kommt. Wir warten einen günstigen Moment ab, wo es bisschen weniger stark regnet, um das Gepäck ins Taxi zu befördern. Danach heisst es schnell einsteigen und losfahren. Die Fahrt bis zur Grenze dauert knapp 5 Minuten und wir müssen nicht in der normalen Linie anstehen, sondern es gibt eine Extraspur für Taxis. Aus dem Auto heraus (wie bei einer Mautstelle) können wir die Grenzformalitäten erledigen und dann geht über die grosse Brücke die in den jeweiligen Nationalfarben gestrichen ist, auf die brasilianische Seite. Der Taxifahrer ist so nett, dass er uns im Auto warten lässt und er durch den Regen ins Passbüro geht. Nach 5 Minuten kommt er wieder und weiter geht die Fahrt. Die brasilianischen Behörden wollten weder uns, noch unser Gepäck sehen. Nach ein paar Kilometern sind wir am Flughafen von Foz do Iguazú. Hier herrscht leider Stromausfall und es funktioniert nur die Notbeleuchtung und die wichtigsten Computer (z.B. Check-In). Als wir nach langem warten, in einer dunklen schwach beleuchteten Halle ohne Lüftung, endlich am Schalter sind, meint doch die nette Dame, dass wir die Tickets nur reserviert hätten und nun noch über 500 Real (ca. 250 CHF) bezahlen müssten. Jonathan bleibt ganz ruhig und erklärt der Dame, dass wir alles bereits im Voraus bezahlt hätten. Nach ein paar Minuten diskutieren, verschwindet sie in einem Büro und telefoniert. Als sie zurück kommt ist alles ok und wir müssen nichts bezahlen. Als besser gesagt für die Flugtickets müssen wir nichts bezahlen. Wir haben plötzlich Übergepäck (lächerliche 2kg) und müssen dafür noch extra bezahlen. Auch wenn die Situation langsam unsere Nerven arg strapaziert hat, verlangt Jonathan ganz ruhig den schwarzen Rucksack zurück, packt die Trekkingschuhe aus und verstaut sie im Macpac-Tragerucksack, denn wir als Handgepäck ins Flugzeug nehmen. Er gibt den Rucksack wieder zurück und nun ist alles ok. Als wir vom Schalter weglaufen, geht in raunen durch die wartenden Leute, denn der Strom ist wieder da und somit auch das Licht und die Lüftung. In der Wartehalle kann Tobias die startenden und landenden Flugzeuge beobachten und hat eine riesige Freude dabei. Wir haben auf dem Flug nach Rio de Janeiro nur 2 Sitzplätze und da der Flieger bis auf den letzten Platz ausgebucht ist, sitzt und steht Tobias während den 2 Stunden mehr oder weniger auf Jonathan und Elisabeth. Es kostet alles ein wenig Nerven, zumal wir mit GOL (eine brasilianische Billigfluglinie) fliegen, wo wir nicht nur das Essen, sondern auch noch die Getränke bezahlen müssen. Als wir in Rio endlich landen und  unser Gepäck vom Förderband genommen haben, laufen wir an einen Taxistand, wo wir die Fahrt in die Stadt buchen. Leider haben wir keine Ahnung vom Wechselkurs in CHF und so buche wir einfach die Fahrt, ohne zu Wissen, was sie uns schlussendlich effektiv kostet. Da wir noch kein brasilianisches Bargeld haben, bezahlen wir mit der Kreditkarte die 105 Real, die die Fahrt kostet. Wir wollen als nächstes nur den argentinischen Peso in Real wechseln, doch im ersten Wechselbüro akzeptieren sie dieses Geld gar nicht mehr. So machen wir uns auf den Weg zum zweiten und dort hätten wir einen so schlechten Kurs bekommen, dass wir nur lachten und der Dame sagten, dass wir dankend auf dieses miese Geschäft verzichten. Wir hätten über 70% Verlust gemacht. so fahren wir ohne Barbargeld mit dem Taxi zum Hotel und wollen einchecken. Doch die Dame an der Rezeption kann unsere Buchung einfach nicht finden. Jonathan erklärt ihr auch diesmal seelenruhig, dass er vor über 6 Monaten die Buchung getätigt hat und zeigt ihr dazu auf dem Laptop die Bestätigungsmail. Die Dame ist etwas überfordert und telefoniert nun mit dem Hotelmanager. Dieser kümmert sich nun darum. Zur gleichen Zeit schaut die Dame nochmals im Reservierungssystem nach und findet uns doch. Nachname und Vorname wurden einfach vertauscht. So klärt sich die Situation sehr rasch und wir können das Zimmer im 14. Stock beziehen. Lieder mit Kingsizebed und nicht mit Twinbed. Wir versuche noch zu wechseln und bekommen nun im obersten Stock (18. Etage) ein neues Zimmer. Dieses hat mit Balkon sogar direkten Blick auf den weltbekannten Copacabana-Strand. Da wir sehr hungrig sind, essen wir im hoteleigenen Restaurant, da wir nicht mehr die Kraft und Nerven haben in dieser Stadt ein Restaurant zu suchen. Nach dem Essen kümmert sich Elisabeth um die Ausflüge, die wir den nächsten Tagen machen möchten und Jonathan sucht währenddessen einen Geldautomaten um endlich zu Bargeld zu kommen. Nach ein paar gescheiterten Versuchen klappt es nun endlich und er kann 500 Real  abheben(alles in 20er Scheinen). Damit geht’s nun in den nächsten Supermarkt, wo er noch Wasser kauft, damit wir nicht auf dem Trockenen sind, denn in diesem tropischen Klima ist trinken ja ausgesprochen wichtig. Er kommt gleich mit einem 10lt-Bidon zurück ins Hotel. Das sollte für die nächsten paar Tage reichen. Ansonsten ist es nicht sehr weit bis zum Supermarkt. Lieder macht die Klimaanlage einen höllischen Lärm und so entscheiden wir uns, halt ohne kühle Luft zu schlafen, zumal die Kühlleistung sehr bescheiden war.

18Februar
2013

Klimaschock in Argentinien (von Ushuaia nach Buenos Aires)

13.02.2013

Die vergangene Nacht haben wir in einer Bucht ausserhalb von Ushuaia verbracht. Unbemerkt sind wir dann gegen Morgen in den Hafen eingefahren. Als wir aufgestanden sind, blickten wir jedenfalls vom Bett aus zu anderen Schiffen, die ebenfalls am Pier angelegt hatten. Wir packen noch die letzten Sachen ein und stellen unser Gepäck vor die Kabine, bevor wir uns an die Rezeption begeben und unsere Pässe in Empfang nehmen. Danach geht’s das letzte Mal in den Speisesaal zum Frühstück. Als wir am Essen sind parkieren immer mehr Fahrzeuge vor dem Schiff, denn bald können wir von Bord gehen. Unser Gepäck steht draussen in schönen Reihen gegliedert zum mitnehmen bereit.

Ankunft in UshuaiaBlick in die Berge von Ushuaia

Wir verabschieden uns von der Crew und verlassen das Schiff. Mit allem Gepäck beladen laufen wir zu unserem Hotel. Es sind nur wenige Blocks, doch es geht steil bergauf und wir kommen schon nach ein paar Metern ins Schwitzen. Leider können wir unser Zimmer noch nicht beziehen und so warten wir in der Lobby, bis es hergerichtet ist. Kurz nach 09:00 Uhr treffen wir im Hotel ein und ab dann heisst es nun warten. Da wir alle  müde von den vergangenen Tagen sind, machen wir in der Lobby auf dem Sofa ein Nickerchen. 4 Stunden später, die Männer sind immer noch am dösen, können wir endlich unser Zimmer beziehen. Es ist eigentlich gar kein Zimmer, es ist viel eher ein Appartement oder eine 1 1/2 Zimmerwohnung. Im Eingangsbereich hat es eine Sitzecke, einen Tisch mit 4 Stühlen und eine Kochnische. Zusätzlich gibt es noch ein Badezimmer und ein Schlafzimmer. Es kommen gleich wieder Erinnerungen an Australien auf, wo wir ebenfalls mal so eine kleine Wohnung bekommen haben. Da wir langsam hungrig sind, machen wir uns auf, in der Stadt ein Restaurant zu suchen. Es gibt eine Hauteinkaufsstrasse, wo sich auch verschiede Restaurants befinden. In einem werden wir  fündig, das auch um 15:00 Uhr noch was Warmes serviert.

Tobias muss vor dem Souvenirladen warten, da er alles anfassen willUshuaia ist von Bergen umgeben

Danach geht’s zum Maritim-Museum, doch der Eintrittspreis ist zu hoch, zumal keine Englisch-Übersetzung vorhanden ist und wir somit kaum etwas verstehen und lernen können. So kehren wir um und laufen am Meer zum Hafen und dann zurück zum Hotel. Elisabeth badet mit Tobias und Jonathan veröffentlicht während dessen den neusten Blog-Eintrag. Zum Abendessen geht’s wieder in die Stadt, diesmal zu einem Italiener. Als wir das Lokal betreten, hören wir von einem Tisch ein freundliches „Hello, how are you?“ Ein älteres Ehepaar aus New York erkennt uns wieder und so kommen wir ins Gespräch. Wir glauben, dass alle Passagiere vom Kreuzfahrtschiff uns hier in der Stadt wieder erkannt hätten (Tobias sei dank). Wir können uns jedoch an die wenigsten erinnern. Doch an dieses Ehepaar erinnern wir uns, denn schon auf dem Schiff hat die Frau ein reges Interesse an Tobias und an unser Weltreise gezeigt. Im Gespräch erfahren wir, dass dieses Ehepaar schon etliche Male in der Schweiz am Skifahren war,  vor 2 Jahren jedoch damit aufgehört haben, da die Knie anfingen Probleme zu bereiten. Seither reisen sie vermehrt in der ganzen Welt umher und bereisen ferne Länder. Wir bestellen typische italienische Gerichte. Es gibt Pizza Hawai, die jedoch eher einem Toast-Hawai ähnelt, denn die Tomatensauce fehlt und so ist es einfach nur Teig, Käse, Schinken und Ananas. Dazu gibt’s noch einen Insalata Caprese (Tomaten, Mazzarella und Basilikumpesto). Auf dem Rückweg machen wir noch einen kurzen Stop in einer Chocolateria, wo wir uns ein Dessert (verschiedenen Schokoladenstücke) kaufen. Diesen verspeisen wir als JET-Familie gemeinsam am Tisch von unserem Appartement. Nachdem Tobias eingeschlafen ist, geniessen wir es, mal wieder bei Licht an einem Tisch sitzen zu können und gemeinsam Tagebuch zu schreiben.

14.02.2013

Wir hätten heute ausschlafen können, doch Tobias wollte es anders. So werden wir kurz nach 07:00 Uhr alle wach, doch aufgestanden wird erst nach 08:00 Uhr. Wir verbringen die Zeit als Familie im Bett mit herumtollen und spielen. Das Morgenessen nehmen wir über den Dächern von Ushuaia ein, denn im obersten Stock wird das Frühstück serviert. Wir checken aus und lassen das Gepäck noch eingestellt, denn wir gehen nochmals kurz in die Stadt.

Sonne, Regen und Wind: typisches Wetter in dieser Gegend

Elisabeth hat Naomi (eine Freundin aus Japan) einen Brief geschrieben und den wollen wir noch auf die Post bringen. Als wir beim Postbüro angekommen sind, warten ca. 20 Leute vor dem Schalter. Bei der Information (dort hat es keine Warteschlange) fragen wir, ob wir nicht auch woanders noch Briefmarken bekommen können. In einem Souvenirshop sollte es welche haben und so machen wir uns auf den Weg dorthin. Leider haben sie keine und wir werden wieder an die Post verwiesen. Dies passt uns gar nicht und so fragen wir halt beim nächsten Shop ob sie Marken haben. Und siehe da, sie haben welche. Zwar nicht von der offiziellen Post, sondern von DHL. Dies macht jedoch nichts und so werfen wir den frankieren Brief gleich noch vor Ort in den Briefkasten. Da wir mehr als genügend Zeit haben, setzen wir uns in ein Café und trinken eine heisse Schokolade. Als wir zurück beim Hotel sind, bestellen wir ein Taxi, das uns zum Flughafen bringt. Es dauert keine 2 Minuten und das Taxi ist schon da. Wir laden das Gepäck ein und los geht die Fahrt. Sie dauert ca. 15 Minuten und wir bezahlen dafür umgerechnet nur gerade 8 CHF. Hier ist Taxi fahren also noch richtig günstig. Gesten wollte Jonathan noch das Web-Checkin machen, doch bei der Auswahl der Sitzplätze waren nur noch 6 Plätze verfügbar, die alle verstreut auf verschiedene Reihen im Flugzeug waren. Die restlichen Plätze waren alle nicht (mehr) verfügbar. Da wir beisammen sitzen wollen, haben wir uns gestern entschieden, heute auf gut Glück am Checkin-Schalter zu schauen, welche Plätze wir bekommen. Wenn wir genügen früh am Flughafen sind, wir der Flieger wohl noch nicht ausgebucht sein und wir bekommen unsere Plätze. Am Schalter wird uns sogar die 1. Reihe der Economy zugeteilt, damit wir mehr Platz mit dem Kind haben. Eine wirklich nette Geste des Herrn am Schalter. Unser Glück geht sogar noch weiter, denn gemäss Airline haben wir nur 15kg Freigepäck pro Person. Da Tobias keinen eigenen Sitzplatz hat, haben wir somit 30kg zur Verfügung. Unser Gepäck, da wir aufgeben wollen (3 Stück), wiegt jedoch 48kg. Ohne grosse Diskussionen werden die Gepäckstücke verladen und wir müssen nicht für das Übergewicht bezahlen. Vielleicht liegt es jedoch auch daran, dass heute Valentinstag ist. Wir sind jedenfalls froh, müssen wir nichts bezahlen und so nehmen wir das Geschenk danken und stillschweigend an. Als wir am warten sind, treffen wir wieder das Deutsche Ehepaar, das wir schon auf der Kreuzfahrt kennengelernt hatten.  Sie fliegen, wie wir auch nach Buenos Aires, bevor es dann zurück nach Deutschland geht. Wir sitzen gemeinsam in ein Café und verbringen so die Wartezeit, bis wir an Bord gehen können. Pünktlich um 13:50 Uhr heben wir ab und fliegen nun in etwas mehr als 3 Stunden nach Buenos Aires. Wir verlassen nun das Ende der Welt mit seinem windigen und regnerischen kühlen Wetter und gelangen wieder zurück in die warmen Regionen der Welt. Gemäss Wetterbericht erwartet uns sonniges Wetter bei 30 Grad. Am Flughafen von Buenos Aires herrscht in der Ankunftshalle bei den Gepäckbändern ein heilloses Durcheinander. Der Platz ist sehr eng, die Anzeigen funktionieren nicht richtig und die Durchsagen werden nur in einem schwer verständlichen Spanisch durchgegeben. So eilen alle Touristen von Gepäckband zu Gepäckband und versuchen ihren Koffer zu finden. Da der Buggy und die Kühlbox auf einem Band auftauchen, der Rest jedoch nicht, sind wir plötzlich nicht mehr sicher, ob auch unser anderes Gepäck wirklich noch ankommt. Da Jonathan einen ziemlich ratlosen Gesichtsausdruck macht, kommt auf einmal ein Flughafen angestellter und sagt ihm, wo er das Gepäck vom Flieger aus Ushuaia findet. Kaum hat er es erzählt, kommen auch schon unsere Tasche und der Rucksack und wir können weiter zum Taxistand gehen. Wir wünschen dem deutschen Ehepaar alles Gute und eine schöne Rückreise nach Europa. Wir müssen nicht lange warten und schon sitzen wir im Taxi, das uns zum Hotel fährt. Wir haben ein Hotel, das mitten im Zentrum liegt und somit gut zu Fuss auch die Sehenswürdigkeiten erreicht werden können. Da wir nur 2 Nächte in Buenos Aires bleiben, entscheiden wir uns dafür, dass es heute ein feines Stück Fleisch vom Rind geben soll. Wir lassen uns in der Lobby vom Hotelpersonal einen Tip geben und erfahren, dass es gleich um die Ecke ein gutes Lokal geben soll. Wir laufen keine 50 Meter und schon sind wir dort. Was uns als erstes auffällt, als wir das Restaurant betreten, ist der grosse Grill, der gegen den Gästeraum hin hoffen ist. es brutzeln auch einige gute Fleischstücke und so ist für uns der Fall klar, dass wir uns hier sicherlich satt essen können. Wir bestellen beide je ein Rinderfilet, dazu gibt’s Gemüse vom Grill, Kartoffelstock und Pommes.

heute wird geschlemmt

Das Fleisch, das wir bekommen ist mindestens 300g, eher sogar noch etwas mehr und von bester Qualität. So zart und fein haben wir wahrlich noch nie ein Stück Fleisch gegessen. Es hat halt eben doch etwas Wahres daran, dass das beste Rindfleisch aus Argentinien kommt. Wir geniessen es in vollen Zügen und sind einfach nur happy. Nach diesem feinen Nachtessen geht’s zurück in Zimmer, wobei wir noch einen kleinen Abstecher zu einem Kiosk machen, da wir noch Trinkwasser für die Nacht benötigen.

15.02.2013

Die erste Nacht in Buenos Aires haben wir gut überstanden. Kein Lärm von der Strasse und auch Tobias wir diese Nacht ruhig, obwohl er das erste Mail aus dem Bett geflogen ist. In der Nacht hat er sich gedreht und ist von der Matratze auf den Boden gefallen. Wahrscheinlich hat er so tief geschlafen, dass er es gar nicht richtig mitbekommen hat. Das Frühstücksbuffet haut uns nicht wirklich aus den Socken, doch es hat alles, was es braut, um satt zu werden. Die Sehnsucht nach einem feinen Schweizer Zmorgen wächst jedoch von Tag zu Tag. Da wir ja nur einen ganzen Tag in diese Stadt verbringen können, entscheiden wir uns für eine Stadtrundfahrt nach dem Hop-on Hop-off Prinzip. Um 11:00 Uhr ist die geplante Abfahrt des Busses und als wir an der Station ankommen, warten schon sehr viele Leute, um einsteigen zu können. Wir müssen zuerst noch das Ticket im Shop kaufen und so stellt sich Jonathan schon mal in die Reihe und Elisabeth kauft die Tickets. Mittlerweile kann man im Bus einsteigen, doch Elisabeth ist immer noch im Shop. Ca. 15 Personen vor uns wird das Einsteigen gestoppt und der Bus fährt ab. So müssen wir halt auf den nächsten warten. Gemäss Fahrplan kommt dieser in 20 Minuten. Doch wir müssen keine 5 Minuten warten und schon ist der nächste Bus da und wir können einsteigen. Leider ist bei diesem Doppeldeckerbus das obere Deck nicht frei, sondern mit einem Sonnendeck geschützt.

Leider gibt es keine deutsche Führung. Wirklich schade :-(viele alte klassische Gebäude wurden schön renoviertdas neue Viertel am Hafen

So sitzen zwar am Schatten, doch die Sicht ist dadurch stark eingeschränkt. Bei Temperaturen um die 30 Grad und wolkenlosem Himmel ist dies  zwar eine gute Idee, doch für eine Stadtrundfahrt, bei der man etwas sehen will, eher hinderlich. Die Fahrt dauert insgesamt 3 Stunden und führt an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt vorbei. An 25 Stopps kann man die Fahrt unterbrechen und die Sache vor Ort besichtigen. Wir entscheiden uns für einen Stopp am Hafen. Es ist zwar nicht der eigentliche Hafen, sondern eher das alte ehemalige Hafengelände, das aufwendig restauriert wurde (vor allem die Lagerhäuser) und mit vielen neuen modernen Gebäuden aus Glas aufgewertet wird. So ist ein neues trendiges Stadtviertel entstanden, das uns zu einem Bummel einlädt. Wir essen an der Promenade was Kleines, dabei hat Jonathan leider nicht so ein Glückliches Händchen was die Wahl des Essens betrifft. Elisabeth ist jedoch mit ihrer Wahl vollends zufrieden. Als wir wieder mit dem Bus unterwegs sind, ist Tobias eingeschlafen und so sitzt Elisabeth mit ihm um unteren klimatisierten Bereich, während Jonathan auf dem oberen Deck (diesmal ohne störendes Sonnendach) Platz und hat eine tolle Aussicht auf die vorbei ziehenden Stadtgegenden.

kein Durchkommen - Alles voller Busse und TaxisDie Obelisksäule - ein Wahrzeichen der Stadtdie Männer freuen sich aus das Glacé

Als wir mit dem Bus einmal die ganze Tour gemacht haben, steigen wir aus und machen uns auf den Rückweg. Wir kommen an einem Glace-Laden vorbei und da wir gehört und gelesen haben, dass die Glaces in dieser Stadt sehr toll schmecken sollen, legen wir einen Verpflegungsstop ein und wollen uns selbst ein Urteil bilden. Wir können dies vollumfänglich bestätigen. Wir sind kurz nach 17:00 Uhr zurück im Hotel und als Abkühlung wartet der Hotelpool auf uns. Tobias können wir im Wasser fast nicht ruhig halten, denn er freut sich so sehr, dass er wieder mal in einem grossen Pool baden kann. Er strampelt umher und plantscht mit den Händen, dass das Wasser nur so umherspritzt. Nach dem Duschen und frisch machen geht’s in ein Restaurant, das wir beim Zurücklaufen von der Stadtrundfahrt entdeckt haben. Es ist ca. 10 Minuten entfernt und wir müssen nochmals durch die Einkaufsstrasse der Stadt laufen. Auf unserem Weg kommen wir an einer Tangogruppe vorbei, die auf der Strasse ihre Tanzkünste vorführt. Wir bleiben kurz stehen und lassen uns von der Musik und dem Tanz in den Bann ziehen. Leider haben wir den Photopapparat nicht dabei, denn die Stadt ist für ihre Diebstähle an Touristen bekannt. So vermeiden wir es, nun am Abend jegliche Wertsachen mit uns herumzuführen. Nur ein wenig Bargeld, eine Kreditkarte und die ID-Karte nehmen wir mit. Sogar die Uhren lassen wir im Hotel zurück. So können wir leider keine Photos machen und geniessen einfach nur den Moment. Nach dem Nachtessen kommen wir wieder am selben Platz vorbei und da die Gruppe immer noch zu ihrer Musik tanzt, bleiben wir abermals stehen und schauen der Darbietung zu. Jonathan kommt in den Sinn, dass er ja noch das Iphone im Sack hat (er hat es vergessen im Hotel zu lassen) und macht damit nun ein paar Photos.

Tango mitten auf der Strasse

Im Hotel ist Tobias noch so fit, dass er einfach nicht die Ruhe findet, um einzuschlafen. Doch irgendwann ist auch er müde genug und so schlafen wir bald alle ein.

13Februar
2013

Eine Kreuzfahrt ans Ende der Welt (inkl. Kap Horn)

10.02.2013

Nach einer  Nacht, die sehr ruhig verlief, da es kaum Seegang hatte, konnten wir das Frühstücksbuffet geniessen. Unser Zuhause für die5 Tage auf See ist die Stelle Australis. Es ist ein Luxuskreuzfahrtschiff, das im Jahre 2010 gebaut wurde. Das Schiff ist 89 Meter lang, 14 Meter breit und kann maximal 212 Gäste in 100 Kabinen aufnehmen. Diese Fahren nur während dem Sommer durchgeführt werden können, befinden wir uns nun auf der 72. Kreuzfahrt. So heisst es jedenfalls auf unserem Bordprogramm, das wir bekommen haben. Wir müssen uns nun warm anziehen, denn es steht der erste Ausflug auf dem Programm. Wir ankern nun in der Ainsworthbucht, die im Hintergrund vom Marinelli-Gletscher umrahmt wird. Leider ist das Wetter wolkenverhangen und so haben wir keinen all zu prächtigen Ausblick auf die umliegenden Berge.

Unser Zuhause, die Stella AustralisÜberfahrt an LandTobias mit seiner Schwimmweste

Wir gehen mit den Schlaubooten an Land und dazu müssen wir alle unsere Schwimmwesten anziehen. Auch Tobias muss eine anziehen und dazu hat er extra eine kleine Kinderschwimmweste bekommen. Er ist diesmal fasziniert davon, denn es hat eine Signalpfeife und eine Blinklampe, die seine volle Aufmerksamkeit erfordern. Nach wenigen Minuten sind wir an Land und können gleich in ein paar Metern Entfernung einen grossen Seeelefanten sehen. Diese Tiere sind einfach speziell. Von weitem sehen sie aus wie ein Felsen, doch wenn man näher kommt, ist es einfach es riesiger unförmiger Haufen von einem Tier. Plötzlich hebt er den Kopf, öffnet sein Maul und beginnt zu fauchen. Ein eindrücklicher Moment, denn in diesem Moment wird jedem klar, dass er diesem Tier besser nicht zu nahe kommt, denn schliesslich können ausgewachsene Männchen mehrere Tonnen schwer werden!! Wir bleiben auf Distanz (ca.10Meter) und beobachten das Tier eine Weile lang.

Komm mir bloss nicht zu nah, meint dieser SeeelefantSchönes Naturschutzgebiet

Anschliessend  führt uns eine Wanderung in der Bucht durch den patagonischen Wald. Wir erfahren einiges über die Sträucher, Baume und Pflanzen in dieser Gegend und was dürfen sogar einige Beeren probieren, die ganz unterschiedlich schmecken. Unser Weg führt durch einen Wald zu einer Felswand, von der es stetig herunter tropft. Dies kommt daher, dass diese Wand mit Moosen bewachsen ist, die das Wasser kontinuierlich abgeben. So tropft es immer noch, auch wenn es schon tagelang nicht mehr geregnet hat. Nach rund 3 Stunden kehren wir zurück auf Schiff, wo wir kurze Zeit darauf uns am Mittagsbuffet verpflegen können. Am Nachmittag ist ausruhen angesagt, denn der nächste Programmpunkt ist um 16:30 Uhr angesetzt. Zwischenzeitlimit den Schlauchbooten auf Wasser, wo wir innert einer Stunde die Inseln umrunden. Wir können dabei Kormorane beobachten und das Highlight von Elisabeth folgt auch sogleich. In einer kleinen Bucht besuchen wir eine Magellan-Pinguin Kolonie.

wir können ganz nah an die Pinguine heranDie ganze Bucht ist voller PinguineHallo Pinguine, ich bin Tobias und wie heisst du?

Es sind rund 2‘500 Tiere, die hier leben und wir fahren mit den Boote bis an den Strand, stiegen jedoch nicht aus, da wir die Tiere nicht unnötig stören wollen. Leider hat sich das Wetter verschlechtert und es beginnt zu regnen. Somit ist die Möglichkeit auf gute Photos auch vorüber und wir packen die Kamera ein, bevor sie noch einen Wasserschaden bekommt. Nass, jedoch warm angezogen, kehren wir zurück an Bord der Stella Australis. Wir stärken uns beim Kuchenbuffet, denn wir können erst in 3 Stunden zum Nachtessen gehen. Als wieder alle an Bord sind, nehmen wir an einem Vortrag über Chile teil. So erfahren wir viel Wissenswertes und einige Anekdoten über dieses einzigartige Land, da so viele verschiedene Gesichter hat. Tobias fühlt sich schon sichtlich wohl auf dem Schiff, denn beim Vortrag und auch beim Nachtessen springt er immer wieder zwischen den Stühlen und Tischen um her und wir wissen manchmal gar nicht mehr wo er gerade ist. Es kann sogar mehrere Minuten dauern, bis er wieder zu uns zurück kommt. Nach dem Essen ziehen wir uns in unsere Kabine zurück und geniessen die Zeit als Familie, bevor wir alle müde vom den vielen Eindrücken von der Natur einschlafen.

11.02.2013

Mitten in der Nacht beginnt das Schiff wie am Abend angekündigt zu schwanken. Wir haben nun den Pazifik erreicht und von dort erreichen uns nun die Wellen, die das Schiff zum Schaukeln bringen. Dies dauert rund eine Stunde und dann ist das Ganze schon vorbei. Danach kann Jonathan wieder schlafen, denn er ist währenddessen aufgewacht weil er auf die Toilette musste und konnte anschliessend nicht mehr einschlafen. Nach dem Frühstück gibt’s einen Vortrag über die Insel „Feuerland“ und danach steht die Besichtigung des Maschinenraumes auf dem Programm. Beides ist sehr interessant und wir lernen vieles. Am Vormittag bleiben wir auf dem Schiff, denn es fährt eine längere Distanz bis  zu unserem nächsten Ziel. Es ist dies ein Fjord an dessen Ende der Pía Gletscher ins Meer fliesst. Wir fahren mit dem Schiff bis wenige Hundert Meter an den Gletscher heran und ankern dort. Nun stiegen wir auf die Schlauchboote um und fahren an Eisbergen vorbei ans Land.

Der Pía Gletscher von weitemAn Eisschollen vorbei gehts an Land

Da Wetter macht leider was es will und nicht was wir wollen. Wir wollen trockenes Wetter und Sonnenschein und statt dessen bekommen Nieselregen und ein wolkenverhangenes Bild vom Gletscher. Wir können noch ca. 10 Minuten auf einen Aussichtspunkt laufen und von dort geniessen wir einen sagenhaften Ausblick auf die gesamte Bucht und den Gletscher. Bevor wir wieder zum Schiff zurückkehren, gibt’s an Land noch eine kleine Stärkung an mobilen Schiffsbar, die extra aufgebaut wurde. in diesem Nasskalten Wetter gibt’s das ideale Getränke: Cocowisky. Das ist heisse Schokolade mit einen Schuss Wisky. Eine sehr feine Kombination, die vor allem Jonathan gerne trinkt. Man bekommt natürlich den Wisky aus pur mit einem Stück Gletschereis. Doch dies lassen wir sein, denn auf nüchternen Mangen ist dies nicht gerade das besste. Als wieder alle an Bord sind, fährt das Schiff durch den nordwestlichen Teil des Beagle-Kanals an der sogenannten Allee der Gletscher vorbei.  Wir passieren innerhalb einer Stunde rund 5 Gletscher, die alle die Namen von europäischen Ländern tragen. Passend zu den Ländern serviert die Crew jeweils eine landestypische Spezialität, währen wir am Gletscher vorbei fahren.

Ertappt! Tobias schaut das Bilderbuch von seinem Götti an

Eine wirklich tolle Idee. Bevor es zum Nachtessen geht, gibt’s noch das Briefing für den morgigen Landgang zum Kap Horn. Wir müssen bereits um 07:00 Uhr bereit sein, um an Land gehen zu können. Somit steht uns eine kurze Nacht bevor.

12.02.2013

Die Wetterbedingungen rund ums Kap Horn sind unberechenbar, meistens jedoch sehr windig. Und genau dieser Wind hat in der Nacht dafür gesorgt, dass unser Schiff ordentlich angefangen hat zu schwanken. Sowohl Elisabeth, wie auch Jonathan, haben in der Nacht je eine Tablette gegen Reiseübelkeit genommen. Trotzdem wurde es Jonathan nach dem Aufstehen leicht übel. Bereits um 07:00 Uhr können wir mit den Schlauchbooten an Land übersetzen und am südlichsten Punkt von Südamerika an Land gehen.

2 Männer im eisigen Wasser halten das Boot fest, damit wir aussteigen könnenWelle machen die Landung nicht ganz einfach

Von hier aus sind es nur noch 964km bis zur Antarktis. Wir können mit dem 2 Boot fahren und so hat es noch wenig Leute auf der Insel. Als erstes müssen wir rund 162 Stufen emporsteigen, bis wir oben sind. Wir werden von einem Marineoffizier begrüsst, der hier mit seiner Familie für ein Jahr lebt und arbeitet. Als erstes besichtigen wir das berühmte Albatros-Denkmal, das den südlichsten Punkt symbolisiert.

Bald sind wir am südlichsten PunktJetzt haben wir es geschafft. Hurra!!!Alle haben das selbe ZielMystische Stimmung am Kap Horn

Wir geniessen diesen mystischen Augenblick, denn das Wetter ist zwar wolkenverhangen, doch durch ein Loch scheint für ein paar Augenblicke die Sonne hindurch, was eine tolle Stimmung verursacht. Anschliessend führt unser Weg noch zum Leuchtturm und zur kleinen Kapelle.

Dick eingepackt gehts in die Kapelle

Da es doch sehr windig ist und die Lufttemperatur auch nur gerade 7 Grad beträgt, müssen wir uns sehr gut und warm einpacken. Nach knapp 90 Minuten ist schon alles vorbei und wir sitzen wieder gemütlich im warmen Speisesaal und geniessen das Frühstück. Danach schlafen wir alle nochmals eine Runde, denn die letzte Nacht war alles andere als erholsam. Wir werden durch die Lautsprecherdurchsage, dass nun das Mittagessen bereit ist, geweckt und ein paar Minuten später sitzen wir schon wieder im Speisesaal und essen. Wir haben, seit wir auf diesem Schiff sind, im Souvenirshop immer wieder ein Replikat des Albatros-Denkmals angeschaut. Leider hat uns der Preis vor einem Spontankauf abgehalten. Da wir bis jetzt noch kein schönes Souvenir von unserer Weltreise gefunden haben, haben wir uns nach langem Zögern nun entschieden, dieses kleine limitierte Kunstwerk (wir haben die Nummer 269) zu kaufen. Am Nachmittag geht’s dann in die Wuala-Bucht, wo wir eine kleine Wanderung zu einem Aussichtspunkt unternehmen.

die Männer freuen sich auf den AusflugSchöner Ausblick auf die Buchteine Wanderung macht Durst...Einfach herrlich diese Aussicht in die unberührte NaturAbendstimmung

Wir sind gut 3 Stunden unterwegs und können ein paar herrliche Ausblicke auf die Bucht werfen, als wir endlich den Gipfel erreicht haben. Beim Abstieg besuchen wir noch einen Biberdamm und wir haben doch tatsächlich Glück und wir bekommen für ein paar Momente dieses scheue Tier zu Gesicht.  In der Bucht hat die Kreuzfahrtgesellschaft ein altes Haus restauriert und darin ein kleines Museeum über die Gegend und die Schiffahrt hier rund um Kap Hoorn eingerichtet. Da wir die letzten sind, die von der Insel wieder zurück aufs Schiff gehen, bleiben uns nur noch knapp 20 Minuten bis zum Nachtessen. Nach dem Abschlussessen gibt’s auf dem Panoramadeck noch eine Preisverleihung für den Wettbewerb, der stattgefunden hat.  Dazu mussten verschiedene Fragen zur Geschichte rund um Feuerland beantwortet werden. Zudem wird noch die Schiffsflagge verlost, doch wir haben leider kein Glück, obwohl wir 9 Lose gekauft haben. Als Höhepunkt wird noch eine Seekarte mit unserer Route zum Kap Hoorn versteigert. Der erzielte Preis beträgt stolze 360 USD für dieses Unikat. Als Abschluss wird eine Diashow mit den schönsten Fotos der vergangenen Tage gezeigt. Einige Bilder sind wirklich hervorragend gelungen. Wir konnten unsere E-Mailadresse hinterlassen und werden in den nächsten paar Tagen die Präsentation zugesendet bekommen. Leider will Tobias nicht so recht einschlafen und so sind wir froh, als es ihn endlich kurz vor Mitternacht nimmt und wir auch einschlafen können.

10Februar
2013

Zurück in den Süden Patagoniens

07.02.2013

Nachdem alle in der Nacht 1.5h wach waren und nicht mehr einschlafen konnten, werden wir um 08:40 Uhr vom Wecker geweckt. Bevor wir packen frühstücken wir und erst noch ausgiebig. Wir können gleich los fahren, da wir gestern noch alle notwendigen Besorgungen (inkl. Volltanken) erledigt haben. Heute haben wir einen der längsten Streckenabschnitte vor uns. Es geht zurück nach Chile und zwar genauer gesagt nach Puerto Natales. Die Stecke führt zuerst wieder in der Seeenebene (oder auch Gletschertal) entlang, bis es dann an den Hügeln entlang auf ein Hochplateau geht. Wir nehmen nun nicht den geteerten Weg, der  weiter ist, man jedoch schneller fahren kann, sondern wir entscheiden uns für den kürzeren und direkteren Weg. Dieser führt über Schotterstrassen und war 70km weit. Auf dieser Strecke, für die wir etwas mehr als eine Stunde benötigen, kommen uns 5 Autos und 2 Velofahrer entgegen. Eine wirklich einsame Gegend. Wieder zurück auf geteertem Untergrund geht’s weiter durch eine breite Schlucht, wo wir unseren Mittagshalt machen. Da es so stark windet, entscheiden wir uns, wieder einmal im Auto zu essen. Bald passieren wir das Dorf Rio Turbio. Dieses Dorf besteht hauptsächlich aus einer riesigen Farbrik die Bergbau betreibt. Fast das ganze Dorf lebt von dieser Fabrik. Wir passieren dieses Dorf und fahren Richtung Grenze. Da die Fahrtrichtung nirgends angegeben ist, müssen wir halt unserem Instinkt folgen und dieser hat uns einmal mehr nicht im Stich gelassen. Quer durchs Dorf, an dieser Kreuzung links, und dort rechts abbiegen, alles ohne wirklichen Plan, nur die Himmelsrichtung ist einigermassen bekannt. Wir lassen das Dorf hinter uns und fahren Richtung Berge. In einer Kurve entdecken wir ein grosses Schild auf der „Mine 1“ steht. Unser erster Eindruck ist nun, dass wir mitten im Bergbaugebiet gelandet sind, doch nach der Kurve geht’s noch weiter und bald taucht der Grenzposten auf. Wir haben Glück und können gleich noch vor einem grossen Touristenbus unsere Grenzformalitäten erledigen. Danach geht’s über den Pass an die Chilenische Grenze. Hier wieder das gleiche Prozedere mit den Formalitäten. Hier müssen wir sogar unser Gepäck durch einen Bio-Scaner röntgen lassen, ob wir auch ja nichts Verbotenes an Lebensmitteln und tierischen Produkten einführen. Anschliessend wird noch unser Auto durchsucht und da sie auch nichts finden, dürfen wir einreisen. Noch etwa 20km und wir haben Puerto Natales erreicht. Unser Hotel liegt etwas ausserhalb des Dorfes und ist einziemlich eigenartiger Bau. Es ist eine Art Erdhaus, von dem man von weitem nur die grossen Glasfenster der Zimmer sieht, denn alles andere ist von Erde bedeckt.

Jonathan liest die neusten Mails

Wir gönnen uns noch ein Bad im Jaccuzi, doch dieser im Freien steht und es heftig windet, ist es nicht sehr entspannend. So ist das Bad nur von kurzer Dauer und wir ziehen uns schnell unter die warme Dusche im Zimmer zurück. Am Abend geht’s, wie könnte es anders ein, wieder in die Pizzeria, wo wir beim letzten Aufenthalt hier, schon immer gegessen haben. Auch dieses Mal schmecken die Pizzas vorzüglich und wir bedauern es ein wenig, dass wir morgen schon wieder weiter müssen. Da wir nach dem Essen nicht gleich ins Bett wollen, machen wir noch einen kleinen Spaziergang am Meer entlang. Wir geniessen die Ruhe am Meer und die schöne Abendstimmung mit dem Sonnenuntergang. Zurück im Zimmer wird noch Blog und Tagebuch geschrieben, bevor wir dann ins Bett sinken.

08.02.2013

Heute gibt’s ein feines Z’morgenbuffet, das unter anderem aus Erdbeersaft und vielen frischen feinen Kuchen besteht. Diese beiden Dinge sind typisch für ein patagonisches Frühstück. Wir geniessen es und lassen uns Zeit. Da wir erst um 12:00 Uhr auschecken müssen, haben wir auch keinen Stress mit Packen. Da die Geschwindigkeit der Internetverbindung wieder einiger massen akzeptabel ist, telefoniert Jonathan mit seiner Mutter und macht gleich den ersten Termin für ein Treffen nach unserer Rückkehr in die Schweiz ab. Da der Himmel heute mit Wolken bedeckt ist und es ab und zu etwas nieselt, hoffen wir, dass wir in Punta Arenas schöneres  Wetter haben. Wir fahren also los und je mehr wir von den 240km zurück legen, desto intensiver regnet es.

Tobias hat Spass beim Autofahren

Wir haben Glück und als wir in Punta Arenas ankommen, lässt der Regen nach. Wir gehen zuerst im Supermarkt einkaufen, denn die Windeln und Feuchttücher für Tobias neigen sich langsam den Ende entgegen. Danach geht’s wieder ins gleiche Hotel, indem wir schon einmal waren. Wir übernachten jedoch nicht hier, sondern wir essen im Bisto etwas. Da wir nicht mehr Lust auf Luch haben, gönnen wir uns heute etwas Richtiges. Doch wir werden enttäuscht. Die Pommes sind nicht richtig fritiert und der Burger hat soviel Käse drauf, dass es locker für ein Fondue reichen würde. So beenden wir diese unbefriedigenden Abstecher und fahren zu unserem eigentlichen Hotel, wo wir übernachten. Da es keine Parkplätze beim Hotel gibt, müssen wir halt in der 2. Reihe anhalten, die Warnblinker setzten und zügig ausladen. Elisabeth übernimmt mit Tobias das Check-In und Jonathan fährt mit dem Auto zur Vermietstation und gibt das Auto zurück. Glücklicherweise haben wir diesmal keinen Schaden und so kann Jonathan nach 2 Minuten getrost zurück zum Hotel laufen. Während den vergangenen 16 Tagen haben wir fast 2‘500km zurückgelegt. Das Auto musste einiges Aushalten, so wie wir teilweise über die Schotterpisten gebrettert sind. Doch immer mit der notwendigen Weitsicht und einem feinfühligen Gasfuss. Nach diesen 2 Wochen stand das Auto voll Schmutz und Dreck. Der Staub hat sich auch in der hintersten Ritzte festgesetzt und die Reinigung wird sicherlich nicht einfach werden, doch daran haben sie sich hier in Patagonien schon lange gewöhnt. Unser Hotel liegt zentral direkt am Stadtpark und ist nur ein paar Blocks vom Meer entfernt. Von unserem Zimmer aus können wir unser vorheriges Hotel und den Hafen gut sehen. Es ist wieder an der Zeit, dass wir von Tobias die schmutzigen Sachen waschen, denn auf dem Schiff werden wir kaum genügend Platz dafür haben. Da wir einen Gutschein für einen Welcome-Drink bekommen haben, setzten wir uns vor dem Nachtessen in die Bar und bestellen was. Zum Apéritiv haben wir Lust auf Empanadas, denn die am Nachbarstisch sehen sehr lecker aus. So bestellen wir uns ebenfalls welche. Die sind dann jedoch so nahrhaft, dass wir schon genug gegessen haben und auf ein eigentliches Nachtessen verzichten. Wir machen einen Verdauungsspaziergang zum Supermarkt und kaufen noch 3 Joghurts und ein Snickers.  Dies dient uns als Dessert im Hotelzimmer. Danach ist aber endgültig Schluss mit essen für heute und nach dem Revue passieren lassen des vergangenen Tages (Blog und Tagebuch lassen grüssen), versinken wir ins Land der Träume.

09.02.2013

Dieser Tag steht im Zeichen der Schiffahrt, denn heute beginnt die Fahrt ans Ende der Welt. Wir haben diese Nacht nicht all zu gut geschlafen, denn mitten in de Nacht fuhren einige Autos mit lautem Gedröhne durch die Strassen. Währen wir Zuhause gewesen, hätte Elisabeth schon längst der Polizei angerufen. Doch hier bleibt einem nichts anderes übrig, als zu warten, bis der Krach vorbei ist und man wieder seine Ruhe hat. Nach einem leckeren Frühstück gehen Elisabeth und Tobias  noch baden, denn wir müssen erst um 12:00 Uhr das Zimmer verlassen haben. Da wir kein Auto mehr haben, müssen wir alles neu packen und all unsere einzelnen Taschen müssen in den Rucksack verstaut werden. Wir schaffen es, doch der Rucksack ist sehr schwer geworden. Wir müssen ihn jedoch nicht sehr weit tragen, denn das Check-In für die Kreuzfahrt ist gleich an der nächsten Strassenecke. Da wir erst um 13:00 Uhr einchecken können, müssen wir noch 1 Stunden warten. Wir schlendern durch die Strassen und suchen uns etwas, wo wir gemütlich essen können. Leider werden wir nicht fündig und so entscheiden wir uns, im Hotel nachzufragen. Wir planen nun nach dem Check-In zu essen und holen nun unser Gepäck beim Hotel und tragen es auf die andere Strassenseite. Wir müssen uns ein wenig gedulden, bis wir and er Reihe sind, doch nach 20 Minuten warten kommen wir dran. Als wir unsere Pässe kontrollieren, bemerkt Elisabeth, dass sie ihre „Immigration-Card“ verloren hat. Dies ist natürlich blöd, denn ohne dieses Papier kann sie nicht mehr ausreisen. Glücklicherweise hat der Mann am Schalter solche Formulare und so füllten wir halt ein neues aus. Wir bekommen unsere Pässe und die Bordingkarte in einer Plastikmappe wieder, die wir uns um den Hals hängen können. So machen wir uns nun auf in der Stadt das uns vom Hotel empfohlene Restaurant zu suchen. Es ist nur ein paar Blocks entfernt und als wir die Speisekarte betrachten, entscheiden wir uns, hier etwas zu essen. Wir müssen gut auf die Preise achten, denn unser Chilenisches Geld neigt sich dem Ende entgegen. Das ist auch gut so, denn wir sind  ja nur noch ein paar Stunden auf dem Festland, wo wir das Geld ausgeben können. Das Restaurant „La Luna“ ist toll dekoriert und auch das Essen ist gut. Wir hoffen, dass Tobias noch einen Mittagschlaf macht und so gehen wir zurück ins Hotel, wo wir uns in der Lobby aufs Sofa setzen. Leider ist er nicht so müde wie wir es gerne hätten uns so legen halt wir uns hin und er spielt auf uns, während wir auf dem Sofa liegen. Wir müssen die Zeit irgendwie absitzen, denn wir können erst um 18:00 Uhr aufs Schiff. Bis es soweit ist, sitzen wir einfach rum und warten wie die Zeit vergeht. Um 17:00 Uhr machen wir uns auf den Weg und wir laufen noch ein wenig durch die Stadt. Beim Hafen angelangt, müssen wir durch einen Security-Check bevor es dann in den Warteraum geht. Von dort werden wir mit dem Bus die 150 Meter bis  zum Schiff gefahren.

wir verlassen Punta ArenasZwei, die sich auf die Kreuzfahrt freuen

Als wir unsere Kabine betreten, sind wir von der Grösse überrascht (16 Quadratmeter), doch leider haben wir eine Kabine mit einem Doppelbett und nicht mit 2 Einzelbetten bekommen. Wir arrangieren uns mit dieser Situation und beginnen das Schiff zu erkunden. Nach dem Willkommensdrink bekommen wir eine Einführung ins Bordleben und die Sicherheitsinstruktionen und dann folgt auch schon das Nachtessen. Wir sitzen an einem runden Tisch mit 5 anderen Personen. Es sind dies ein holländisches Ehepaar und ein holländischer älterer alleinreisender Mann und ein Ehepaar aus Australien (Sydney), wo er Australier und sie Schweizerin ist. Beide können jedoch perfekt Schweizerdeutsch sprechen. Trotzdem wird vorwiegend an unserem Tisch englisch gesprochen, damit alle einander verstehen. Nach einem feinen 4-gänge Menü geht’s zurück in die Kabine, wo wir noch ein Liegeplatz für Tobias basteln müssen. Danach ist um 22:59 Uhr dann auch für uns Lichter löschen angesagt.

08Februar
2013

Perito Moreno und Fitz Roy lassen grüssen

31.01.2013

Nach dem Check-out im Hotel verlassen wir den Nationalpark und fahren in Richtung Argentinischer Grenze. Wir haben Glück, denn gleich ein paar Minuten später kommt ein Bus voller Touristen ebenfalls an diesen Grenzübergang und so müssen wir nicht lange anstehen, sondern können gleich unser Pässe und Fahrzeugdokumente hinlegen und abstempeln lassen. Nach 10 Minuten ist der ganze Spuk vorbei und wir können ausreisen. Die Fahrt geht über einen kleinen Pass auf die argentinische Seite. Hier haben wir weniger Glück und wir stellen uns in die Wartereihe. Vor uns sind noch 2 Touristenbusse, die ebenfalls die Grenze überqueren wollen. Allerdings auf die andere Seite. So müssen wir uns halt ein wenig gedulden, doch nach 30 Minuten ist alles ok und wir sind in Argentinien. Nun beginnt die unendliche Weite im argentinischen Patagonien.

die Gegend vor El Calafate

Wir fahren 250 km und kommen lediglich an zwei Tankstellen (wovon eine Ausserbetrieb war) und einem Restaurant vorbei. Heute haben wir grosses Pech mit dem Wind. Dieser ist so stark, dass man das Auto mit beiden Händen sehr gut halten muss. Dies ist auf die Dauer sehr anstrengend. Die Windböen erreichen teilweise Spitzenwerte von gegen 80km/h. Da wir eigentlich kein Gemüse und keine Früchte nach Argentinien einführen dürften und wir die letzten 3 Tage im Nationalpark waren, haben wir auch kein Picknick mehr dabei. Nur noch ein paar Tomaten und eine Peperoni, die wir abgegeben hätten, wenn sie uns an der Grenze durchsucht hätten. Da dies nicht geschah, haben wir wenigstens noch ein wenig Gemüse und eine Packung Chips, die wir während der Fahrt nach El Calafate im Auto essen können. Es ist mitten am Nachmittag, als wir unser Boutique Hotel erreichen. Nach dem vielen Fahren (über 350km) ist Jonathan müde und braucht ein wenig Ruhe. So badet er mit Tobias und anschliessend noch alleine. Elisabeth geht in den nahegelegen Supermarkt und kauft wieder frische Produkte ein. Da wir nicht mehr gross nach einem Restaurant Ausschau halten wollen, entschieden wir uns, im Hotel zu essen. Wir sind nur gerade 6 Gäste und das Essen war einfach köstlich. Nach einem Gruss aus der Küche, gab’s die Vorspeise, gefolgt vom Hauptgang. Nun folgte eine Zwischengang und zum Schluss noch das Dessert. Besonders gefallen hat uns der Zwischengang. Es war ein Sorbet aus Zitronen, Orangen und Basilikum.  Eine ausgefallene Mischung, die jedoch sehr lecker war. Wir sind rund 2 Stunden am Essen und geniessen die Atmosphäre und die Ruhe, bevor wir müde ins Bett sinken.

01.02.2013

Oh Schreck, am Ende diesen Monats sind wir schon wieder zurück in der Schweiz und unsere 6-monatige Weltreise ist fertig. Schade. Wir schlafen wieder einmal bis um 09:00 Uhr aus, bevor es zm Morgenessen geht. Nach dem gestrigen Essen sind wir gespannt, wie das Morgenbuffet aussieht. Es besteht vor allem aus selbstgebackenem Fladen und Kuchen. Dies ist ein typisches Argentinisches Frühstück, viel Kuchen und Backwaren. Wir treffen beim Essen eine andere Famile, die ein Kind im selben Alter wie Tobias hat. Im Gespräch stellt sich heraus, dass er aus Deutschland und sie aus Mexiko kommen und nun in Wien wohnen. So können wir uns auf Deutsch mit ihnen gut unterhalten, während die Kinder miteinander spielen. Kurz vor Mittag geht’s los in Richtung Perito Moreno Gletscher. Dieser ist rund 80km entfernt im „Parque Nacional los Glaciares“. Beim Parkeingang wir eine Gebühr fällig und  wir bekommen sogar einen Abfallsack in die Hände gedrückt, mit dem Hinweis, diesen doch auch zu benützen. Wir entscheiden uns, um 14:30 Uhr eine Bootsrundfahrt zum Gletscher zu unternehmen und kaufen schon mal die Tickets.

Perito Moreno Gletscher aus der Ferne60 Meter hohe Eiswand4'000 Meter breite EisflächeElisabeth vor dem Gletscher am strahlenJonathan strahlt auch vor Freude

Da wir noch über eine Stunde Zeit haben, fahren wir mit dem Auto zur Aussichtsplattform, von wo man einen grandiosen Ausblick auf den Gletscher hat. Diese Eismassen stellen alles in den Schatten. Die Gletscherzunge ist 4km breit und bis zu 60m hoch. Der ganze Gletscher ist 14km lang und entspringt einem zusammenhängendem Eisfeld mit einer Grösse von 17‘900 Quadratkilometern. Eine unvorstellbar grosse Eismasse. Pünktlich zum Start des Schiffes sind wir wieder beim Hafen, wo wir an Bord gehen. Mit dem Schiff geht’s dann bis auf 100 Metern an den Gletscher heran. Näher dürfen wir leider nicht an den Gletscher, denn es brechen immer wieder haushohe Eisberge ohne Vorwarnung in den See und die verursachen teilweise immense Flutwellen. Nach 70 Minuten ist das Spektakel vorbei uns wir fahren zurück in Hotel.

der Nationalpark Los GlaciaresEinsame Natur

Da es gestern so ein feines Nachtessen gab, essen wir auch heute wieder im Hotel.

02.02.2013

Heute ist ein Ruhetag angesagt und so erscheinen wir auch kurz vor dem Wegräumen am Frühstücksbuffet. Da Tobias gestern schon mit Fernando (so heisst der Junge von der Familie, die in Wien wohnt) sehr gut gespielt hat, lassen wir ihn auch heute nach dem Morgenessen im Foyer spielen. Es ist schon zu sehen, wie Tobias soziale Kontakte knüpft und gemeinsam mit andere Kindern spielen kann. Jonathan schaut, dass die Kinder keinen Blödsinn machen und Elisabeth schreibt während dessen an ihrem Tagebuch weiter. Sie hat noch ein paar Tage nachzuholen und ist deshalb einige Zeit damit beschäftigt. Nach einem kleinen Lunch im Zimmer gönnen sich die Männer einen Verdauungsschlaf und Elisabeth schreibt ein paar Mails. Damit wir heute doch noch an die frische Luft kommen, fahren wir mit dem Auto ins Dorf und schlendern die Hauptstrasse auf und ab. Wir schauen in vielen Läden nicht nur die Schaufenster an, sondern auch was sie im Verkaufsraum feilbieten. Doch wirklich kaufen tun wir nichts und so beenden wir unsere Shoppingtour mit leeren Händen. Da uns der Hunger schon wieder plagt, gehen wir schon um 19:00 Uhr in ein Restaurant. Wir sind um diese Zeit die ersten Gäste. Doch während wir unser Essen schon auf dem Tisch haben, kommen immer mehr Leute und die Tische füllen sich langsam. Wir fahren zurück zum Hotel und Tobias darf mit Jonathan heute Abend noch baden. So sendet ein Entspannungs- und Ruhetag der JET-Familie.

03.02.3013

Heute schlafen wir wieder aus und kommen spät zum Frühstück. Eigentlich müssten wir um 10:00 Uhr das Zimmer räumen, doch mit dem Packen und dem Check-out dauert es noch ein wenig und so sind wir erst um 10:30 Uhr abfahrbereit. Da wir heute ins kleine El Chaltén fahren, decken wir uns noch mit Frischprodukten wie Brot, Fleisch, Gemüse, Früchte und Wasser ein. Auch unser Mietauto bekommt wieder einen vollen Tank spendiert und so sind wir gut gerüstet zum losfahren. Die Strecke führt über 240km einfach durch Wildnis  und das einzige an Zivilisation sind andere Fahrzeuge die uns begegnen und 2-3 Häuser. Leider sind die Berggipfel (unteranderm auch der Corre Torres und Fitz Roy)  von Wolken bedeckt, als wir in El Chaltén eintreffen. Wir fahren zu unserer Unterkunft, die ein paar Kilometer ausserhalb des Dorfes liegt und checken ein. Nach dem Mittagessen fahren wir ins Dorf und können nun endlich die bekannten Berggipfel bestaunen. Die Nachmittagsonne hat die Wolken vertrieben und so können wir den grandiosen Blick auf dieses Bergmassiv geniessen.

Willkommen in El ChalténDer Fitz Roy strahltStolz thront der Fitz Roy über El Chaltén2 Männer strahlen mit den Bergen um die Wette

Wir fahren einmal quer durchs Dorf und am anderen Ende verlassen wir es wieder, da wir zu einem nahegelegen Wasserfall fahren. Viele Leute laufen die 4km auch zu Fuss, doch wir fahren sie mit dem Auto, denn wir fahren anschliessend noch ein wenig weiter, bis wir zu einem kleinen See kommen. Wir sind etwa 30 Minuten zu spät, denn die Schatten der Berge haben den See schon eingedeckt und es ist nicht mehr so gemütlich.

super Moment für ein PhotoUnten Weise und oben SchneeLagune mit Berggipfel

So fahren wir zurück ins Dorf und suchen uns ein nettes Lokal zum Essen. Auf der Fahrt zurück nehmen wir 3 erschöpfte Wanderer mit, die sich völlig in der Zeit und dem Weg vertan haben. Sie hätte noch  über 15km Weg vor sich gehabt, bis sie wieder in El Chaltén angekommen wären. Durch unsere Mitfahrgelegenheit sind sie nun schon nach 20 Minuten am Ziel und können sich noch nach einer Übernachtungsmöglichkeit umschauen. Wir finden rasch ein Restaurant und als wir gerade die Pasta bekommen haben, treten zwei Damen durch die Türe, die uns bekannt vorkommen. Wir erinnern uns an sie, denn vor ein paar Tagen haben wir in der Pizzeria in Puerto Natales neben Ihnen am grossen Tisch gesessen. Auf dem Rückweg zum Hotel fahren wir noch einen kleinen Umweg, damit wir den Ausgangspunkt für die morgige Wanderung finden. Leider ist es nicht ganz einfach diesen Weg zu finden uns so fahren wir unerrichteter Dinge halt zurück.

04.02.2013

Nach dem Frühstück wird die schmutzige Wäsche gewaschen und so starten wir erst gegen Mittag mit unserer Wanderung. Gemäss Beschreibung müssen wir 3 Stunden laufen, bis wir zur Laguna Torres gelangen. Dieser Gletschersee liegt zuhinterst im Tal vom Cerro Torre und es führt nur ein Weg zum See, den wir dann auch wieder zurücklaufen müssen. Glücklicherweise ist das heutige Wetter ideal zum laufen. Keine Wolken und kein Wind. Das ist aussergewöhnlich für diese Jahreszeit, doch für uns optimal. Als wir loslaufen, merken wir, dass wir die Sonnencreme im Hotel vergessen haben und so versuchen wir uns mit langen Kleidern vor den UV-Strahlen zu schützen.

Der Fitz Roy ist einfach gigantischunser heutiges ZielUnser Ziel haben wir immer im Blick

 Am Anfang steigt der Weg steil an und wir legen in einer Stunde rund 300 Höhenmeter zurück. Doch als wird diese geschafft haben, geht es mehr oder weniger flach das Tal hinein. Wir kommen gut voran und freuen uns über den grandiosen Ausblick auf die gewaltigen Berge und Gletscher. Nach gut 2.5 Stunden sind wir am Ufer des Sees und können nun den ungehinderten Blick auf die Berge geniessen. Es ist kaum vorstellbar, dass man diese Felsnadeln besteigen kann.

Die Cerro Torre sind coole FelsnadelnYeah, wir haben das Ziel erreichteine Welt aus Fels und Gletschergigantische Eismassen

Vor allem der Cerro Torre ist für uns nicht nachvollziehbar, wo hier irgend eine Route zum Gipfel führen soll. Nach einer ausgiebigen Rast machen wir uns auf den Rückweg. Wir merken, dass wir die letzen Wochen und Monate nur auf Meereshöhe und im Auto unterwegs waren. Der Rückweg zehr an unsere Kräften und wir sind froh, als wir endlich wieder bei unserem Auto sind. Schnell geht’s zurück in Hotel, wo wir duschen und uns für den Abend frisch machen. Wir essen im hoteleigenen Restaurant und lernen einen Mann aus Deutschland kennen, der für 6 Monate in Argentinien arbeitet. Mit ihm können wir während dem Abend immer wieder diskutieren und erfahren einige spannende Dinge über das Land und die Leute. Das Essen ist fein und vor allem das Rinderfilet ist sehr zart. Wer dies bestellt hat, ist ja wohl klar. Müde und erschöpft sinken wir ins Bett und schlafen schnell ein.

05.02.2013

Heute haben wir geplant, in Richtung Fitz Roy zu wandern. Das Wetter macht uns jedoch einen Strich durch die Planung, denn es ist wolkenbedeckt und es nieselt leicht. So entscheiden wir uns, halt nicht zu wandern, sondern dafür zu fahren.

Geschichten erzählen, während es draussen regnetAm See angekomme ist das Wetter auch nicht besser

Mit dem Auto geht’s die Strasse weiter, bis zu dessen Ende. Dies liegt 23km von El Chaltén entfernt an einem See und führt nur über Schotter. Dabei fahren wir an reissenden Bächen und stillen Lagunen vorbei. Links türmen sich immer wieder Schneebedeckte Berggipfel auf, von dessen Flanken noch teilweise Gletscher herabfliessen. Als wir am See ankommen, ist die Aussicht nicht so berauschend und auch für einen 45-minütigen Spaziergang zu einem Gletscher mag uns nicht wirklich motivieren. So fahren wir nach einem 20.minütigen Stopp schon wieder zurück zum Hotel. Dort angekommen essen wir einmal mehr unsere Sandwichs und dazu gibt’s Tomaten und Chips. Nun wir wieder geschlafen und sich ausgeruht. Am Nachmittag steigen wir wieder ins Auto, denn das Wetter ist immer noch schlecht, und es geht zu einem anderen See, der etwas näher liegt. Hier windet es so stark, dass wir nicht einmal mehr aus dem Auto aussteigen und die Aussicht aus dem Auto heraus geniessen. Wobei viel zu geniessen gibt es gar nicht, denn man sieht kaum ans andere Ufer und auch die beiden Schiffe im Hafen hat man bald einmal gesehen. Anschliessend fahren wir zurück ins Dorf und dort machen wir einen Halt im Besucherzentrum. Es ist eine Art von Museum, das viele Informationen über die Tier- und Pflanzenwelt des Nationalparks gibt und auch die Aufstiegsrouten auf die umliegenden Berge sind ausführlich beschieben. Zum Nachtessen geht in eine Lokal, da wir heute morgen gesehen haben. Wir essen gut, doch das war’s auch schon.

06.02.2013

Nach dem Morgenessen heisst es Abschiednehmen von dieser schönen Gegend und wie es hätte sein sollen, das Wetter ist heute wieder prächtig. Kein Wind und keine störenden Wolken. So können wir beim Losfahren nochmals einen tollen Blick auf das Bergpanorama werfen.

Gestern war der Ausglick trüb und garstig...heute ist der Ausblick wieder strahlend schönWir verlassen den Nationalparkwir nehmen Abschnied von dieser herrlichen Gegend

Ein wenig Wehmut kommt auf, als die Berge im Rückspiegel immer kleiner werden. Die Fahrt führt uns wieder zurück nach El Calafate, wo wir auch schon waren. Wir übernachten wieder im gleichen Hotel und auch das Nachtessen haben wir wieder hier bestellt. Wir wollen eine kleine Siesta nach dem Essen machen, doch Tobias hat gar kein Interesse daran und so stehen wir halt wieder auf und fahren ins Dorf. Wir kaufen noch ein paar Souvenirs für die Verwandten (diejenige, die es betrifft, dürfen sich freuen) und danach geht’s zu einer Lagune mit vielen Vögeln und speziellen Flamingos. Da der eintritt jedoch sehr teuer ist und wir für den Rundweg über 1.5 Stunden benötigen würden, lassen wir es sein und kehren statt dessen zum Hotel zurück und genehmigen uns ein Bad. Zuerst Elisabeth mit Tobias und anschliessend badet Jonathan noch alleine. Tobias will heute einfach nicht müde werden und auch kurz vor dem Nachtessen scheitert ein weiterer Versuch, ihn Schlafen zu legen. So entscheiden wir uns ihn nicht mehr hinzulegen und hoffen, dass er dafür früh ins Bett geht. Leider erfüllt sich dieser Wunsch nicht, denn er ist putzfidel und spielt in der Lobby, während wir am Essen sind. Schlussendlich geht er mit uns um 22:30 Uhr ins Bett.

01Februar
2013

Torres del Paine: ein Nationalpark voller wunderbarer Landschaften

28.01.2013

Um 08:15 Uhr stehen wir auf, denn um 08:30 Uhr haben wir eine Videokonferenz mit Andi, dem Bruder von Elisabeth. Wir skypen nicht nur mit Andi, sondern gleich auch  noch mit Tanja und Lisa. Es ist schon, wieder mit Familienangehörigen zu plaudern und zu sehen, wie sich Lisa, die jüngste der Verwandtschaft so entwickelt. Nach dem Frühstück und wird gepackt und dann geht’s ins Dorf. Wir haben gesten die versprochenen Postkarten geschrieben und so dürfen diejenigen, die unsere nächste Destination richtig erraten haben, auf Post aus Chile freuen. Dazu müssen wir jedoch zuerst aufs Postamt und Briefmarken kaufen. Hier in chile dauert es halt einfach länger. Nach 20 Minuten haben wir es dann auch geschafft. Nun geht’s auf zum Supermarkt, wo wir uns mit Essen und Trinken für die nächsten 4 Tage eindecken. Im Nationalpark wollen wir nur das Abendessen zusätzlich bezahlen müssen. Übernachtung und Frühstück sind ja schon bezahlt. Eingekauft ist schnell, doch das Bezahlen an der Kasse dauert und dauert und dauert. 20 Minuten müssen wir warten, bis wir endlich an der Reihe sind. Was in Argentinien beim Tanken so lang dauert, dauert hier in Chile beim Einkaufen so lange. Als wir alle unsere Besorgnisse erledigt haben, geht Richtung Nationalpark. Wir fahren alles an einem Stück durch, denn vor 2 Tagen haben wir die gleiche Strecke ja schon einmal gemacht. Beim Parkeingang müssen wir lediglich die Tickets zeigen und schon können wir weiterfahren. Gleich nach dem Parkeingang führt eine Strasse links weg und nach 7 km sind wir auch schon beim Hotel.

Das Torres del Paine Massivdie berühmten 3 Torresunser Hotel im Nationalpark

Der Komplex ist grösser als wir es uns vorgestellt haben. Die Hotelanlage besteht aus mehreren Gebäuden, die teilweise miteinander verbunden sind. Das Hotel bietet ca. 100 Gästen Platz. Nach dem Zimmerbezug müssen wir dringend unsere Wäsche waschen. So improvisieren wir wieder mit der Wäscheleine und spannen sie von Türangel zur Vorhangstange und können so unsere Wäsche trocknen. An ein Durchkommen im Zimmer ist nun nicht mehr zu denken, denn überall muss man sich bücken. Da wir das Fenster öffnen können, weht ein leichter Wind und die Wäsche kann entsprechend rasch trocknen. Bevor es zum Nachtessen geht spielen wir noch mit Tobias draussen im Garten und schauen den Pferden im Stall zu. Da wir noch nicht wissen, was wir morgen für eine Tour machen sollen, geht’s in die Lobby, wo ein Tourguide uns weiterhilft. In erster Linie will er natürlich die geführten Touren vom Hotel uns schmackhaft machen, doch wir haben unser eigenes Auto und so sind wir unabhängig. Als er merkt, dass wir kein Interesse an seinen Touren haben, sinkt seine Motivation, uns die Gegend und die Ausflugsmöglichkeiten zu erklären, rapide ab. Wir fragen jedoch solange nach, bis wir alle für uns wichtigen Informationen beisammen haben und geben uns erst dann zufrieden. Nun geht’s zum Nachtessen, das es hier nur in Buffetform gibt. Wir sind früh dran und so müssen wir beim Essen holen noch nicht so lange anstehen. Das Restaurant füllt sich mehr und mehr und wir haben bald das Gefühl, in einem Seniorenheim gelandet zu sein. Der Alterschnitt beträgt sicherlich über 60 Jahre. Lieder sind die Hauptspeisen nicht richtig heiss und so  schmeckt das Essen nur mittelmässig. Zum Glück macht das Dessertbuffet die ganze Sache aber wieder wett. So kommen wir mit einem prall gefüllten Magen zurück in Zmmer, wo wir uns schon bald zum Schlafen hinlegen.

29.01.2013

Wir stehen um 08:00 Uhr auf und stärken uns für den Tag. Wir fahren zum Lago Azul, der etwa 20 km westlich von unserem Hotel liegt. Mit dem Auto benötigen wir jedoch über 1 Stunde, da die Strasse nicht direkt zum See führt, sondern einen grossen Bogen und viele Kurven macht. Wir packen unsere Sachen, damit wir loswandern können. Der starke Wind bläst uns voll entgegen, was Tobias überhaupt nicht lustig findet und deshalb auch nicht im Macpack getragen werden will, sondern lieber auf dem Arm von Elisabeth sitzt. So bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihn so zu tragen. Wir wandern rund 1 Stunde dem Seeufer entlang, bis wir eine Pause machen, uns stärken und die Aussicht geniessen. Wir sind richtig glücklich, dass wir wieder mal draussen in der Natur wandern können und nicht immer nur im Auto sitzen.

Nun wissen wir, wie die Tiere heissen: Guanakos und nicht Alpakaseine riesige Herde von Guanakosdurch diese Wiesen wandern wirdas Wandern ist so schön

Man kann die Natur einfach viel intensiver geniessen und erleben. Solche Momente haben wir leider viel zu wenig und wir vermissen sie richtig. Wir kehren um und nun kann Tobias im Macpack sitzen, da der Wind ja nun von hinten weht und ihn dies viel weniger stört. Wir fahren anschliessend wieder zurück zu Hotel, wobei wir an einem Wasserfall noch einen kurzen Stopp einlegen.

ein Wasserfall so gross wie der Rheinfall

Draussen auf den Bänken picknicken wir und geniessen die Natur. Anschliessend geht’s in Zimmer, wo Jonathan sich für eine Stunde in legt, während die anderen spielen. Danach wird getauscht, wobei Elisabeth ihre Freizeit mit einem kleinen Spaziergang ums Hotel verbringt. Wir essen heute nicht mehr im Restaurant (es gibt wieder Buffet), sondern an der Bar in der Lobby. Die Auswahl ist extrem klein und die Preise sind extrem hoch. Wir entschieden uns für 2 Burger, eine Portion Pommes und 1.5lt Wasser. Dafür bezahlen wir stolze 25‘000 Pesos (rund 50 CHF). Die Burger waren leider nicht so der Hit und deshalb gehen wir ein wenig enttäuscht zurück ins Zimmer. Wir packen noch unsere Wandersachen zusammen, denn morgen haben wir eine grosse und anstrengende Wanderung geplant. Kurz nach 22:00 Uhr heisst es Licht aus und gute Nacht.

30.01.2013

Jonathan hat die letzte Nacht schlecht geschlafen und so kommen wir kaum aus den Federn. Da Tobias auch noch so schön schläft, nutzen wir die Gelegenheit und schlafen aus. Erst um 09:00 Uhr stehen wir auf und gehen zum Frühstück. Nun wird Tobias warm angezogen und in den Macpack gesetzt. Wir laufen los und wandern gemütlich in der Ebene zu einem Bach. Nach dessen Überquerung steigt der Weg kontinuierlich an und wir gewinnen rasch an Höhe.

Hoch hinaus geht's heute beim WandernDurch dieses Tal müssen wir bergauf

Auf dem Weg hat es sehr viele Leute. Einzelpersonen, Paare und kleinere und grössere Gruppen. Es führt nur dieser eine Weg ins Tal hinein und auch wieder hinaus. So sind die Wege breit ausgetreten und es vergeht kaum eine Minute, wo wir nicht jemanden kreuzen und dabei „Olà“ als Gruss sagen. Nach rund 2 Stunden sind wir beim nächsten Refugio angelangt. Hier suchen wir Schutz vor dem Wind und wärmen uns wieder etwas auf. Es war geplant gewesen, dass wir noch weiter in Richtung Basecamp der drei Türme wandern. Das Wetter ist jedoch so schlecht, dass wir es bleiben lassen. Die Türme sind in Wolken gehüllt und fällt zeitweise immer wieder etwas Regen. Es macht einfach keinen Sinn so noch weitere 2 Stunden taleinwärts zu laufen. Zumal wir den gleichen Weg ja auch wieder zurück müssen. So kehren wir um und sind bald wieder im Hotel. Auf dem Hotelparkplatz entdecken wir ein ganz tolles Fahrzeug, das wir gerne noch von innen gesehen hätten, doch lieder waren die Besitzer nicht anwesend. 

Unser Wunschauto für die nächste Weltreise

Wir erfrischen uns und spielen nun mit Tobias draussen auf der Wiese, wo wir auch die Pferde vom benachbarten Stall bestaunen. Da wir nun ein kleines Sandwich zum Lunch gegessen haben, entscheiden wir uns, heute etwas früher zu Essen. Elisabeth entscheidet sich wieder für das gleiche wie gestern und Jonathan bestellt sich einen Teller mit Patagonischen Spezialitäten. Das Gericht besteht aus kleinen Stückchen Rind- und Schweinefleisch, Hühnchen und Wurst. Dazu gibt es Pommes Frittes und das ganze wird mit kleinen Käsestückchen garniert. Heute ist das Essen wirklich lecker und kein Vergleich zu gestern Abend. Da Tobias auf dem Rückweg zum Hotel lange geschlafen hat, ist er noch richtig fit und so spielen wir nochmals mit ihm, bis wir  alle um 21:00 Uhr ins Bett gehen.

28Januar
2013

Der Süden Patagoniens (Punta Arenas und Puerto Natales)

24.01.2013

Das Morgenessen können wir nicht im obersten (11.) Stock einnehmen, sondern im Erdgeschoss. So wird leider nichts mit einem schönen Ausblick über die Stadt. Wir packen unsere Sachen, die wir für einen Ausflug in die Weiten von Patagonien benötigen und steigen ins Auto. Nach rund 30 Minuten Fahrt, entdecken wir am Strassenrand eine Wiese voller Lupinien. Wir halten an, nehmen den Photoapparat und stiegen aus. Als wir die ersten Photos machen wollen, merken wir, dass der Akku nicht funktioniert und der Ersatzakku im Hotelzimmer geblieben ist. So kehren wir halt wieder um, fahren zurück und holen den Akku. Eine Stunde später stehen wir wieder am selben Ort und diesmal klappt es auch mit den Photos. Unser Ziel ist heute der südlichste Leuchtturm auf dem Festland von Südamerika zu besuchen. Dazu müssen wir noch rund 100km weiter südlich fahren. Anfangs kommen wir noch gut voran, denn die Strassen sind breit und geteert. 

Lipunien-Felder im Süden von ChileWeg Richtung zum südlichsten Leuchtturm von Chileab hier gehts nur noch zu Fuss weiter

Später werden sie immer schmaler, aus Teer wird Schotter und zu Schluss ist es nur noch ein schmaler Kiesweg, der voller Schlaglöcher und Waserrinnen ist. Eine Steilstufe ist uns dann doch zu riskant und so parkieren wir hier und gehen zu Fuss weiter. Als wir nun auf dem Weg weitermarschieren, kommen immer mehr von diesen Steilstufen und schlussendlich endet die Strasse am Strand und dort gibt es nur noch Sand und Felsen. An ein Durchkommen mit einem Auto ist hier gar nicht mehr zu denken. Nach einer Stunde wandern erblicken wir 2 Buchen vor uns endlich den Leuchtturm. Wir entschieden uns hier eine Pause zu machen und umzukehren. Wir wären sicherlich nochmals eine gute Stunde unterwegs, bis wir unser Ziel erreicht hätten. Den ganzen Weg müssen wir dann ja auch wieder zurück und das ist uns dann doch zuviel. Wir bestaunen die einsamen Strände und geniessen es, einfach in der Natur zu sein.

Schiffesfriedhof in Punta Arenas

Als wir wieder zurück in Punta Arenas sind, trennen sich die Wege der JET-Famile wieder. Jonathan besichtigt nun die Stadt und besorgt noch ein paar Sachen (Winterschuhe für Tobias, Postkarten und Wanderkarten der Umgebung), während Elisabeth mit Tobias im Zimmer spielt. Nach dem Shoppen steigen die beiden Herren in die Badwannen und Elisabeth geniesst die Ruhe. Zum Nachtessen bleiben wir im Hotel, da es gestern so gut war.

25.01.2013

Nach dem Frühstück, als wir fertig gepackt haben, geht’s noch ans Einkaufen. Wir kaufen noch Postkarten,  denn aufgrund der Kommentare im Blog dürfen einige in den nächsten Tagen/Wochen  eine Postkarte aus Chile erwarten. Die Fahrt führt uns heute rund 250km Nordwestlich nach Puerto Natales. Wir haben für die Strecke rund 3 Stunden eingerechnet. Die Stecke ist teilweise so öde, dass uns sogar die Weiten von Australien geradezu als nah erscheinen. Es kommt immer wieder vor, dass wir 20km oder sogar 40km weit fahren, ohne dass uns irgend ein Zeichen von Zivilisation begegnet (Häuser oder Autos).

zwei Verwandte des Vogel Straussder Zwillingsbruder des Ayers Rock (Uluru) aus AustralienBlühende Wiesen im Sommer von Patagonien

Ein ständiger Begleiter auf unserer Fahrt ist der starke Wind. Das Auto wird manchmal richtiggehend zur Seite gedrückt, wenn wieder eine Windböe kommt. Ansonsten bläst der Wind so stark, dass man kaum die Autotüre aufbringt. Man muss sie richtig gehend aufstemmen. Es ist heute zwischen 12 und 15 Grad warm, doch der Wind kühlt uns sehr schnell aus. Wir machen zwischen durch immer mal wieder einen Photostop und geniessen die schöne Aussicht.

wir nähern uns Puerto Natales

Wir kommen um ca. 15:00 Uhr in umserem Guesthouse an und sind überrascht, wie schön es eingereichtet ist. von aussen macht es nämlich eher einen einfachen Eindruck. Wir erkundigen uns, was für Ausflüge man machen kann und sind erstaunt, wie hoch die Preise sind. Da unsere Unterkunft etwas ausserhalb von Puerto Natales liegt(ca. 5km), fahren wir ins Städtchen. Wir erkundigen uns in einem Tour-Büro, was für Touren wir hier und im Nationalpark „Torres del Paine“ mit einem Kleinkind machen kann. Wir buchen für morgen eine Tour mit einem Boot zu einem Gletscher auf dem Lago Grey. Für die 3-stündige Schiffsfahrt bezahlen wir umgerechnet für 2 Erwachsene 180 CHF. Ein stolzer Preis. Mal schauen, ob es das Geld auch wert ist. Wir fahren wieder zurück und entdecken mit Tobias die nähere Umgebung von unserem Guesthouse (inkl. dem Hafen mit 4 Schiffen). Für das Nachtessen konsultieren wir unseren Reiseführer und entscheiden uns für eine Pizzeria. Wir werden  nicht enttäuscht. Das Essen ist lecker und es wird schnell serviert. Als Dessert gibt es eine kulinarische Neuentdeckung. Eine Apfelpizza mit Nüssen und Zimt, dazu Vanilleglace. Eine tolle Kreation, die super lecker schmeckt. Vor allem der dünne krossgebackene Teig ist Weltklasse. Auch wenn wir dachten, dir sind heute früh dran, kommt Tobias trotzdem erst wieder um 21:30 Uhr ins Bett.

saftige Wiesen für die KüheAbenstimmung am See

Das ist jedoch noch vor dem Sonnenuntergang, weshalb sich das Ganze somit ein wenig relativiert. Die Aussicht vom Zimmer aus auf den See und die Berge ist grandios. Der Sonnenuntergang ist einer der schönsten, den wir seit langen wieder mal gesehen haben.

26.01.2013

Heute stehen wir früh auf, denn wir wollen ja heute zum Lage Grey, der im Nationalpark „Torres del Paine“ liegt. Da wir noch 140km Schotterpiste vor uns haben, klingelt der Wecker schon um 07:00 Uhr. Beim Frühstück gibt es ein paar lustige Verständigungsschwierigkeiten. Das 3-Minuten Ei kommt geschält statt mit Schale auf den Tisch und auch der Unterschied zwischen kalter und heisser Milch kennen wir mittlerweile. Anschliessend geht’s los und wir fahren Richtung Nationalpark. Anfangs kommen wir ganz gut voran, denn die Strassen sind gut befahrbar. Bei der ersten Kreuzung stellen wir fest, dass wir die Karten, die wir extra vom Park gekauft haben, im Zimmer liegen gelassen haben. So muss halt der Führer herhalten, denn dort hat es auch eine Karte, wenn nicht so ganz genau, dafür brauchbar. Beim Parkeingang muss Elisabeth einige bürokratische Hindernisse meistern: 1. Schalter, dann 2. Schalter und zum Schluss noch ein Film über die Verhaltensregeln im Park. Während dessen  kümmert sich Jonathan um Tobias und ab zu zu unterschreibt er ein Formular, das ihm Elisabeth bringt. Nach 30 Minuten ist alles vorbei und wir sind 36‘000 Pesos ärmer. Dafür dürfen wir uns nun im Park auf allen offiziellen Wegen und Strassen bewegen.

Das Torres del Paine Massivwie heissen schon wieder diese Tiere? Alpakas, oder?Torres del PaineIm Nationalparkdie JET-Familie am posenNach dem Picknick muss man die Sachen wieder verräumen

Wir fahren mit dem Auto an vielen Seen entlang zum Lago Grey. Immer wieder halten wir an, steigen aus und bestaunen die Schönheiten dieser Gegend. Wir kommen kurz nach 13:00 Uhr am Lago Grey an und Picknicken bei heftigem Wind, doch angenehmen Temperaturen. Uns wurde gestern gesagt, dass wir um 14:00 Uhr am Steg sein müssen und das Schiff dann um 15:00 Uhr fährt. Wir sind also pünktlich dort, doch von einem Schiff fehlt jede Spur. So laufen wir dem Ufer entlang und finden einfach nichts. Wir kehren um und warten am Steg, bis es 15:00 Uhr wird. Es kommen immer mehr Leute, die mit uns warten. So falsch können wir also nicht sein. Um 15:10 Uhr taucht dann endlich das Schiff auf. Wir steigen vom Steg nun in Schlauchboot, fahren 50 Meter und steigen um in das grosse Schiff, wobei gross eher übertrieben ist. Das Boot knpapp 9 Meter lang, fasst 60 Personen und ist bis auf den letzten Platz ausgebucht Wir haben das Glück, dass wir in der ersten Reihe sitzen können und eine tolle Aussicht haben. Sobald das Schiff jedoch losfährt, ist es aus mit der guten Sicht, denn die Wellen spritzen die Scheiben mit Wasser voll und so sehen wir nichts mehr. Als Alternative bleibt uns noch die Aussichtsplattform auf dem Oberdeck. Doch hier sind wir dem Wind völlig ausgeliefert und somit ist es auch nicht sehr komfortable draussen zu stehen. Nach rund 1 Stunde Fahrt sind wir beim Gletscher angelangt und können nun die Eisberge und Gletschermassen von nahem betrachten.

eine Wucht dieser GletscherFreude HerrschtDick eingepackt am Posen

Beim nächsten Gletscher können wir sogar einen Eisabbruch live miterleben. Leider sind wir zu spät mit photographieren. Zum Schluss geht’s noch zu einem weiteren Gletscher, der aussieht, wie wenn er voller Sahnehäubchen wäre. In Tat und Wahrheit handelt es sich um ein und denselben Gletscher, der einfach an seinem Ende von 2 Felsnasen getrennt wird. Nach rund 3 Stunden sind wir wieder zurück an Land und können die Rückfahrt antreten. Wir fahren diesmal nicht den gleichen Weg wie auf dem Hinweg, sondern nehmen den Weg, der direkt nach Puerto Natales zurückführt. Da es kaum Verkehr hat können wir teilweise auf geraden und übersichtlichen Streckenabschnitten sogar mit bis zu 100km/h über die Schotterpiste fahren. Die Stossdämpfer leisten Schwerstarbeit und manchmal fliegen wir fast über Schlaglöcher hinweg. Da wir noch was Essen wollen und keine Lust auf eine Restaurantsuche haben, fahren wir wieder zur Pizzeria von gestern. Dort lernen wir beim Essen zwei Österreicherinnen kennen, die aus Dornbirn kommen und für 5 Monate in Südamerika am Reisen sind. Es tut gut, sich weder einmal in der Muttersprache zu unterhalten. Als wir zu unsrem Guesthouse zurückkehren, müssen wir gleich noch für den nächsten Tag packen, denn morgen früh müssen wir schon um 07:45 Uhr am Hafen sein.

27.01.2013

Drrrr, Drrr, Drrr… 06:30 Uhr und der Wecker klingelt. Die ganze JET-Familie ist noch tief und fest am Schlafen, als der Wecker losgeht. Es dauert ein paar Minuten, bis wir wach sind, doch dann geht alles ganz flott. Kurz nach 07:00 Uhr sitzen wir am Frühstückstisch und um 07:40 Uhr sind wir bereits zu Fuss zum Hafen unterwegs. Wir sind erstaunt, wie viele andere Personen noch auf dem Schiff sind. Das Schiff hat Platz für 70 Personen und wir haben war nicht nachgezählt, doch es sind sicher über 50 Personen an Bord. Es erwartet uns eine lange Schifffahrt. Ganze 4 Stunden fahren wir den Fjord hinein. Als wir so am fahren sind, kommt plötzliche eine Frau auf uns zu und erzählt uns, dass sie uns von Cairns (Australien) herkennt. Im Gespräch stellt sich heraus, dass wir bei ihr den Anfang unserer Ostküstenreise von Australien gebucht haben. Sie arbeitet in einem Traveloffice und wir buchten bei ihr die Übernachtungsplätze. Es ist immer wieder interessant, wie klein die Welt doch ist. Unterwegs gibt es einen Photostop bei einem Felsen, der von Hunderten von Vögeln besetzt wird, die aussehen wie Pinguine. Doch sie können fliegen und zählen deshalb nicht zu der Familie der Pinguine, sondern zu den Möwen. Weiter geht die Fahrt an einem Wasserfall vorbei, der im Wind eine riesige Gischt produziert. Endlich nach langer Fahrt taucht der erste Gletscher vor uns auf.

ein neuer Tag, ein neuer Gletscher

Durch die Klimaerwärmung zieht er sich zurück und so reicht die Gletscherzunge leider nicht mehr bis zum Wasser, was bis vor 15 Jahren noch der Fall war. Wir drehen mit dem Schiff eine Runde und fahren dann weiter zum bekannten Serrano Gletscher. Dieser Gletscher fliesst in einen Gletschersee, der nur wenige Meter höher liegt als der Meeresspiegel. Wir legen mit dem Schiff an und laufen die letzten 1‘200 Meter zum Fuss des Gletschers.

Einfach gigantisch diese EismassenBin ich nicht cool, oder?

Wir machen ein paar Photos und nach rund 20 Minuten geht’s auch schon wieder zurück. Nun beginnt die Rückfahrt, die uns nach 2 Stunden zu einer Ranch oder Lodge bringt, wo wir das Mittagessen bekommen. Mittlerweile ist es schon 15:00 Uhr und wir haben einen riesigen Hunger. Vom Speisesaal aus können wir den riesigen Grill sehen, der voller Fleisch ist. Nach einer wärmenden Suppe gibt es eine Platte voller Fleisch mit Kartoffeln und Salat. Das Fleisch ist noch voller Knochen (Rippchen, Haxen, etc.) und so sieht es zwar nach viel aus, doch es ist mehr Knochen als Fleisch. Gestärkt und mit vollem Magen geht’s wieder aufs Schiff, wo wir den Rest der Strecke mehr dösend und schlafend als wach und aktiv verbringen. 10 Stunden nach dem Start legen wir im Hafen wieder an und sind froh, dass wir von Bord können. Wir haben fürs erste genug vom Schifffahren. Wir laden unser Gepäck im Zimmer ab und machen uns kurz darauf wieder auf in Puerto Natales zum dritten Mal hintereinander in der gleichen Pizzeria zu Essen. Diesmal teilen wir uns alle eine Pizza und dafür gib es dann noch einen Dessert. Als Tobias schon das Pyjama an hat und bereit ist zu schlafen, will er noch zu Elisabeth ins Bad. Dabei rutscht er aus und knall frontal mit dem Kopf in die Ecke des Türrahmens. Ein kurzes Geschrei und schon ist alles wieder in Ordnung.

ein tapferer kleiner Junge

Doch genau in der Mitte auf seiner Stirne prangt nun eine riesige Beule. Wir sind dankbar, dass nichts Schlimmeres passiert ist. Heute schaffen wir es endlich, um 21:30 Uhr im Bett zu sein. Die letzten beiden Tage waren sehr anstrengend deshalb geniessen wir die lange Nacht, die vor uns liegt.

28Januar
2013

verlorene Blogeinträge

Liebe Leserinnen und Leser

Wegen einem technischen Serverproblem sind die Blogeinträge von Australien (Grat Ocean Raod), Neuseeland (Auckland) und Chile (Santiago und Puerto Montt)  verloren gegangen. Ich habe sie wieder herstellen können, doch die Bilduntertitel fehlen nun leider an einigen Orten.

Wir hoffen, ihr habt trotzdem einen guten Einblick in unsere Reise.

Liebe Grüsse

die JET-Familie

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